Corona-Rettungsschirm: Förderkredit Sport für Vereine und Verbände ist an den Start gegangen

Weitere Unterstützung für den Hamburger Sport in der Corona-Krise: Seit Montag (6. Apri) können Sporteinrichtungen, -vereine und -verbände über die Investitions- und Förderbank (IFB) neben der Corona-Soforthilfe auch Förderkredite beantragen. Mit diesen können betriebliche Einbußen kreditär ausgeglichen werden, wenn diese aus der Corona-bedingten Schließung oder Einschränkung des Sportbetriebs resultieren. Die Stadt baut damit ihre Unterstützungsangebote im Rahmen des Corona-Rettungsschirmes weiter aus und stellt für den Förderkredit die notwendige Sicherheit her.

Die Förderrichtlinien sind unter der Internetadresse der IFB (www.ifbhh.de) freigeschaltet. Anträge können unmittelbar online eingereicht werden. Sportsenator Andy Grote kündigte gleichzeitig an, neben den Förderoptionen Soforthilfe und Sportförderkredit werde – als dritte Säule und in Abstimmung mit der Finanzbehörde – ein Nothilfefonds für den Sport aufgelegt. Das Volumen dieser nicht zurückzuzahlenden Zuschüsse werde zunächst fünf Millionen Euro betragen, sagte Grote. Eine Aufstockung der Summe sei möglich.

Üblicherweise dient der IFB-Sportförderkredit dem Bau von vereinseigener Sportinfrastruktur. Mit dem jetzt startenden Fördermodul IFB-Förderkredit Sport besteht für Sportvereine eine Option auch zur Deckung anfallender Betriebskosten. Das könnte gelten, wenn etwa Schwimmbäder weiter unterhalten, aber nicht genutzt werden können und entsprechende Einnahmen aus Kursgebühren zur Deckung der Betriebskosten wegfallen. Auch Vereine mit gesondert organisiertem Profibereich und Organisatoren von Sportveranstaltungen können den IFB-Sportförderkredit beantragen. Der Kreditrahmen soll jeweils in der Regel bis zu 150.000 Euro betragen. Sport- und Finanzbehörde hatten sich mit der IFB im Vorfeld darauf verständigt, das Gesamtvolumen von 25 auf 50 Millionen Euro zu verdoppeln. Damit stehen ergänzend zur - auch für den Sport ausdrücklich geöffneten und für viele Vereine in Betracht kommenden - Soforthilfe zusätzliche Unterstützungsmittel bereit. Gemeinsam mit Finanzsenator Andreas Dressel appellierte Grote an von der Corona-Krise Betroffene, die Hilfsangebote der Stadt anzunehmen.

 

„Zusätzlich zu der Soforthilfe und dem jetzt startenden Förderkredit bereiten wir als dritte Säule bereits einen Nothilfefonds in Höhe von zunächst 5 Millionen Euro vor. Mir ist wichtig, dass wir möglichst passgenaue Lösungen für den Sport in seiner ganzen Breite anbieten können. Mit dem Notfallfonds als dritte Säule schaffen wir ein Auffangnetz für all diejenigen, für die die ersten beiden Säulen nicht geeignet sind. Wir stellen unsere Corona-Hilfen für den Sport damit auf eine noch breitere Basis. Unser Anspruch muss sein, den Hamburger Sport gut durch die Krise zu bringen“, sagt Sportsenator Andy Grote

 

Weitere Förderinstrumente sind seitens des Senats und der IFB in Vorbereitung. Für Kultureinrichtungen soll ebenfalls in der kommenden Woche ein spezieller Förderkredit Kultur an den Start gehen. Hinzu kommt als weiteres Förderinstrument der HamburgKredit-Liquidität (HKL), der zielgerichtet kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Kreditvolumen von je bis zu 250.000 Euro ausstattet. Der Umfang der hierfür erhöhten Garantie in Höhe von 400 Millionen Euro für die IFB verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Darlehensprogramme:

 

IFB-Förderkredit Kultur (Modul Corona):      50 Mio. Euro
IFB-Förderkredit Sport (Modul Corona):       50 Mio. Euro
Hamburg Kredit Liquidität (HKL):                  300 Mio. Euro

 

Quelle: Behörde für Inneres und Sport