Nachrichten aus Hamburgs ovaler Sportwelt

Aktuelles vom HHRV und seinen Vereinen

Verband 19.03.2026

Olympische Spiele: Eine Chance für den ovalen Sport

Hamburgs Rugby im Blick der Bewerbungskampagne

Die Freude in der Hamburger Rugbygemeinschaft war groß, als Vertreter der Stadt angekündigt hatten, sich für olympische und paralympische Sommerspiele zwischen Elbe und Alster zu bewerben. Gehört die 7er-Variante des olympischen Sports seit Rio 2016 doch zu den attraktivsten und stark nachgefragtesten Wettbewerben. Umso größer war das Unverständis, als die Meldung kam, die beiden Turniere der Männer und Frauen würden bei Zuschlag für die Spiele in Kiel ausgerichtet werden. Ernüchterung setzte ein. Doch dieser weicht nun wieder Zuversicht, nachdem Verteter der Vorprojekts olympische und paralympische Spiele sowie des Hamburger Sportbundes im Haus des Sports das Trainingsstättenkonzept der Stadt für Spiele im Zeichen der Ringe vorgestellt haben. 

Steffen Rülke und André Güldner vom Vorprojekt und HSB-Geschäftsführer Daniel Knoblich erläuterten das 100 Sportanlagen umfassende Konzept. Für Rugby bedeutet dies, dass zwei Spielfelder für die Vorbereitung auf den ovalen Kampf um die Medaillen vorgehalten werden müssen. Erwähnung fand in diesem Zusammenhang die modernisierte und jüngst während der "Super Week" vom Weltverband World Rugby in den höchsten Tönen gelobte Rugby-Arena Stadtpark. Dennoch gab es auf Seiten des HHRV Nachfragen an die Vortragenden, aus denen sich eine kurze kontroverse Diskussion ergab, in der beiden Seiten ihre Standpunkte deutlich machten. Denn mit Blick auf die vorhandene ovale Sportinfrastrukltur in Hamburg sowie die propagierten "Spiele der kurzen Wege" ergab die Vergabe der Rugbywettbewerbe nach Kiel aus Sicht des HHRV noch immer keinen Sinn - wird doch in Hamburg ein neues Stadion gebaut, in dem die Leichtathletikwettberbe ausgetragen werden sollen. Und hier zeigte Paris, dass Rugby und die Kernsportart olympischer Spiele wunderbar zusammengehen und terminlich aufeinander abgestimmt für ein volles Haus sorgten. Hier liegt aber des Pudels Kern begraben. 

Die Verantwortlichen des Vorprojektes geht nicht davon aus, an Elbe und Alster die Zuschauendenzahlen wie an der Seine zu erreichen. Statt eines nur halbgefüllten Stadions im Volkspark setzten sie auf prall gefüllte Ränge an der Förde. Fair enough. Auch wenn sich das Hamburger Rugby ein wenig mehr Mut bei der Stadionwahl wünscht. Denn Rugby, und besonders die olympische 7er-Variante, ist mehr als nur Sport. Denken wir an die gemeinsam feiernden, tanzenden und singenden Fans aus Fidschi, Südafrika, Neuseeland und den Rest der ovalen Welt. Bilder, die den olympischen Geist perfekt widerspiegeln und nun womöglich in Kiel rund um das Holstein-Stadion erzeugt werden. Dennoch wird der HHRV die Olympiakampagne der Active City nach Kräften unterstützen. Denn womöglich ist diese Bewerbungsrunde "die letzte Chance auf olympische und paralympische Spiele in Deutschland", wie Vorprojekt-Chef Steffen Rülke betonte. Und die würden auch dem Rugbysport in der Hansestadt einen weiteren Schub verpassen. 

Bei Zuschlag würden Bundesmittel nach Hamburg fließen, die zusammen mit einem kalkuliertem Gewinn aus den Spielen in Höhe von 100 Millionenn Euro auch in die Modernisierung der Sportinfrastruktur in den Stadtteilen und den Quartieren investiert werden würde. Dabei haben die Verantwortliche weiterhin auch die Rugby-Arena Stadtpark sowie mögliche weitere zu entwicklende Standorte im Blick. Und ganz ausgeschlossen ist es nicht, olympisches Rugby-Flair in Hamburg zu genießen. Denn sollten sich Nationen entscheiden, ihre Quartier im olympischen Dorf im Volkspark aufzuschlagen, wäre die Sportinfrastruktur des HHRV erste Adresse für Trainingseinheiten. Besonders für den Rugbynachwuchs wäre dies eine unvergessliche Gelegenheit, den ovalen Stars ganz nahe zu kommen, sich Tricks und Kniffe abzuschauen und auf Autogrammjagd zu gehen. Und vielleicht kann auch eine gemeinsame Trainingseinheit absolviert werden - unterstützt von den Männer und Frauen der Hamburger Vereine. 

Der HHRV wird daher das Angebot annehmen, sich weiterhin gemeinsam mit dem Vorprojekt auszutauschen, damit bis zum 31. Mai der Weg für ein positives Referendum freigeräumt bleibt. Einen Weg, den der ovale Sport der Stadt gemeinsam mit dem Hamburger Sport beschreitet.

HHRV-News

Verband 18.03.2026

Lehrgang mit Pfeife in Theorie und Praxis

Hamburg etabliert sich als Ausbildungsstandort

Nur eine Woche nach dem "Super Saturday" von World Rugby, Rugby Europe und Rugby Deutschland stand bereits der nächste Lehrgang in der Rugby-Arena Stadtpark an. Dieses Mal kamen 21 BundesligaschiedsrichterInnen, zehn  Coaches of Match Official (CMO) sowie fünf Educators aus ganz Deutschland in Hamburg zusammen, um sich auf die ausstehende Spielzeit im ovalen Ober- und Unterhaus intensiv in Theorie und Praxis vorzubereiten.

Das Wochenende war dabei von eijner durchgehend positiven Stimmung unter den Teilnehmenden geprägt. Diese fußte auf den gewinnbringenden Austausch zwischen den erfahrenen und neu dazugekommenen Unparteiischen, die das intensive durch die CMO durchliefen. Und auch der FC St. Pauli unterstütze die Ausbildung der SchiedsrichterInnen. Denn die Testspeiele der Männer und Frauen gegen den Vienna Celtic RC und den Gothenburg RC ermöglichte den SchiedsrichterInnen, dem Erlernten gleich einem Praxistest vor Ort an der Saarlandstraße zu unterziehen.

Dabei gab es durchweg positive Rückmeldung der Teilnehmenden zu der modernen Anlage im Stadtpark, der Heimat des ovalen Sports in der Hansestadt, sowie die professionelle Ausrichtung des Lehrganges durch den Hamburger Rugby-Verband. Ebenso ging der Dank an das Gastroteam des Verbandshauses, das wieder ausgiebig für das leibliche Wohl währen der zwei Tage in der Rugby-Arena Stadtpark sorgte.

"Wir bedanken uns als Educator ganz herzlich beim Hamburger Rugby-Verband für die ausgezeichnete und professionelle Ausrichtung und Organisation des Lehrgangs und auch beim FC St Pauli für die Möglichkeit, die Freundschaftsspiele in den Lehrgang zu integrieren", lautete das Fazit von Educator Verena Fickenscher. Und wer ganz früh an der Pfeife anfangen möchte, meldet sich einfach für das JungschiedsrichterInnen-Programm des Hamburger Rugby-Verbandes an. Informationen dazu erteilt der HHRV-Referent Sport- und Schiedsrichterwesen Thomas Engler per E-Mail. Damit etabliert sich Hamburg immer mehr zu einem leistungsstarken und -fähigen Ausbilsdungsstandort in Rugby Deutschland.

HHRV-News

Verband 11.03.2026

Im Frühjahr bereits für den Sommer planen

HHRV bietet wieder sein Rugby-Feriencamp an

Auch dieses Jahr mach der Sommer ohne Rugby-Feriencamp nur halb so viel Spaß. Deshalb geht dieser Ferienspaß auch 2026 in die nächste Runde. Der Termin für die ovale Woche lautet daher: 10. bis 14. August. Dann steigen täglich von neun Uhr bis 15 Uhr in der Rugby-Arena Stadtpark (Saarlandstraße 71) ovale Action mit ganz viel Rugby sowie weitere tolle und spannenden Angebote an Sport und Bewegung. Dieses Jahr steht die Teilnahme den Jungs und Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren frei. 

„Aus Gesprächen mit den Kindern und Eltern haben wir den vielfachen Wunsch vernommen, dass Kinder im Rahmen Ihrer Rugbyaltersklasse das Feriencamp verbringen möchten. Wir versuchen daher, dieses Jahr diesen Wunsch umzusetzen“, führt der HHRV-Feriencamporganisator Ivo Beckmann aus. Somit sind alle Spielerinnen und Spieler der Jahrgänge U8 bis U14 beim Feriencamp willkommen. Auf eine Einschränkung weist Beckmann in diesem Zusammenhang hin: „Ob die Anmeldungen eine Aufteilung exakt nach Altersklassen ermöglichen, werden wir erst kurz vor Ankick des Rugby-Feriencamps sehen. Erst dann ist es uns möglich, eine Aufteilung nach den Jahrgängen vorzunehmen.“ Daher ist die Anmeldung für das Rugby-Feriencamp ab sofort freigeschaltet. 

Die Kosten für eine Woche Ferienspaß betragen 110 Euro (ermäßigt 105 Euro). Früh- (ab acht Uhr) und Spätbetreuung (bis 16 Uhr) beträgt einen Aufpreis in Höhe von 10 Euro/Tag. Die Teilnahmegebühr beinhaltet Verpflegung und Getränke sowie eine Überraschung zum Abschluss der ovalen Ferienwoche. 

HHRV-News

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