Der Hamburger Rugby-Verband ist Landesverband im Spitzenverband Rugby Deutschland und Fachverband im Hamburger Sportbund (HSB). Er ist Dachverband der Rugbyvereine in Hamburg und vertritt die Interessen von rund 1.200 Mitgliedern in sieben Vereinen in den Sportarten Rugby Union, Tag Rugby, Touch Rugby und Australian Football.
Der Hamburger Rugby-Verband berät und unterstützt Neugründungen von Vereinen des ovalen Sports in und um Hamburg. Zudem bietet der HHRV fortlaufende Schulprojekte, ein jährliches Rugby-Feriencamp sowie ein inklusives Projekt für Kinder und Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum an.
Die Heimat des HHRV ist dabei die Rugby-Arena Stadtpark. Zudem stehen vier weitere Sportanlagen in den Bezirken Hamburg-Nord, Wandsbek, Eimsbüttel und Hamburg-Mitte den angeschlossenen Vereinen für den Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung.
Nachrichten aus Hamburgs ovaler Sportwelt
Aktuelles vom HHRV und seinen Vereinen
DRT: Neuer Präsident für den Spitzenverband
Aachener Wallrafen zum RD-Boss gewählt
Während des jüngsten Deutschen Rugby-Tages 2026 (DRT) standen in Duísburg besonders die Personalien auf der Tagesordnung im Blickpunkt. Hatte der noch amtierende Präsident Michael Seidler (Berlin/Solingen) im Januar während des DRT 2025 doch angekündigt, lediglich noch als Übergangskandidat tätig zu sein. Nun stand also die Wahl einer neuen Führung von Rugby Deutschland auf dem Programm. Und das Votum fiel auf den Aachener Helmut Wallrafen. Ein Kandidat, der noch im November vergangenen Jahres auf eine Kandidatur Anfang 2026 verzichtet hatte und so die Interimslösung mit der Wahl von Seidler notwendig machte.
In einem Interview vom November 2025 mit der Zeitung Junge Welt (Bezahlschranke) untermauerte Wallrafen auf die Frage, ob er ein Amt im Spitzenverband übernehmen wolle, seinen Verzicht auf eine Kandidatur als Präsiden mit den Worten: "Ich hatte meine Bereitschaft für den Fall erklärt, dass der Streit zwischen Hannover und Heidelberg weiter eskaliert und nur aus Rache ein Hannoveraner Präsident werden will. Dann hätte ich dagegen kandidiert ... Ich brauche wirklich kein Präsidentenamt, weder in Aachen noch in Deutschland." Hochburgen allein würden es nicht tun. Nun also die Kehrtwende.
Weitere Aussagen im Interview lassen darauf schließen, dass Wallrafen den Rugbysport abseits der Hochburgen Hannover und Heidelberg verstärkt fördern möchte. Deutschland habe aus seiner Sicht das klassische 15er-Spiel als Breitensport zu Lasten des olympischen 7er-Rugbys fallen gelassen. Mit Blick auf die Bundesförderung der olympischen Variante sei vieles an anderer Stelle auf der Strecke geblieben. Pikant: Obwohl noch Mitglied im deutschen Spitzenverband, nimmt der Wallrafens Heimatverein seit Jahren lediglich am Spielbetrieb in den Niederlanden teil.
Nun bleibt abzuwarten, wie und wann die Reform der Strukturen in Rugby Deutschland umgesetzt wird, deren Entwurf während des DRT vorgestellt und vom Plenum mehrheitlich untersützt wurde. In diesem Zusammenhang ist auch die Neustrukturierung der Deutschen Marketing GmbH zu sehen, die einen signifikanten personellen Aderlass mit dem Abgang von Florian Hartmann erleiden wird. Eine Maßnahme, die auch ihre Bestätigung während des DRT erhielt.
Neben der Walh des neuen RD-Präsidenten, entschied sich das Gremium zudem für Andreas Krimpmann (Berlin) als Vizepräsident Finanzen. Eine Position, die längere Zeit vakant war. Im Vorfeld des aktuellen DRT wurde zudem Ralf Theune (Erfurt) zum RD-Vorstand Finanzen ernannt. Die Geschäftsstelle des Spitzenverbandes leitet darüber hinaus künftig Frederick von Au (Bruchsal).
Weitere Details zum Ablauf und zu den Ergebnissen des DRT 2026 sollen in Kürze im offiziellen Protokoll nachzulesen sein.
Konstruktiver Austausch mit Olympia-Vorprojekt
Chancen und Perspektiven für den ovalen Sport in Hamburg
Das Vorprojekt zur Bewerbung für olympische und paralympische Spiele in Hamburg hat jüngst im Haus des Sports beim Hamburger Sportbund das Trainingsstättenkonzept für die Hansestadt vorgestellt. Nun folgte das Vorprojekt der Einladung des HHRV in das Verbandshaus in der Rugby-Arena Stadtpark zu einem Austausch über Chancen und Perspektiven des ovalen Sports zwischen Alster und Elbe im Zuge der angestrebten Bewerbung.
Bekanntlich ist Kiel als Austragungsort für die olympischen Rugbywettbewerbe der Männer und Frauen angedacht. Diese Standortentscheidung hat Hamburg in Absprache mit Rugby Deutschland getroffen. In der Hoffnung, das Holstein-Stadion bei beiden ovalen Turnieren gut gefüllt zu bekommen. Dennoch bieten die Spiele im Zeichen der Ringe für den Rugbysport in der Hansestadt die Chance, der steigenden Nachfrage und den damit verbundenen wachsenden sportlichen Ambitionen gerecht zu werden. So hat das Vorprojekt den Hamburger Rugby-Verband mit seinen Trainingsstätten berücksichtigt, um ein entsprechendes Angebot in der Nähe des olympischen Dorfes, das in Bahrenfeld geplant ist, für die teilnehmenden Nationen vorzuhalten. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass in die bestehenden Anlagen finazielle Mittel zur Modernisierung fließen. Für den HHRV dabei interessant: Der Rugbyplatz Barmwisch sowie der neue Trainingsplatz am Südring, der durch den dort sukzessive durchgeführten Ringtausch der Sportflächen mittelfristig dem Rugbysport zur Verfügung stehen wird.
Ebenfalls interessant: Das Landessportamt führt aktuell eine Machbarkeitsstudie zu einem Ballsportstadion für Rugby und American Football durch. Im Blick ist dabei eine bestehende Anlage in Langenhorn, die entsprechend ausgebaut werden könnte. Auch in diesem Fall könnte eine erfolgreiche Bewerbung Hamburgs um olympische und paralympische Spiele einen entscheidenden Schub bieten. Daher plant der HHRV mit den beteiligten Vereinen am Derbyspieltag in der 2. Bundesliga (25. April) eine Aktion zum Referendum in der Hansestadt am 31. Mai in Kooperation mit dem Hamburger Sportbund und womöglich dem DOSB.

HHRV wünscht sonnige Osterfeiertage
Schokoladeneier ersetzen das ovale Leder
Der Hamburger Rugby-Verband (HHRV) wünscht allen Mitgliedern, Unterstützenden und Fans des ovalen Sports in der Hansestadt frohe und sonnige Ostertage. Genießt die Zeit, habt Spaß auf den traditionellen Oster-Touren im In- und Ausland, beim Einsatz auf internationalem Parkett oder greift einfach zu Schokoladeneiern und weiteren Leckereien und legt das ovale Leder an den Ostertagen zur Seite.
Foto: KI-generiert







