Der Hamburger Rugby-Verband ist Landesverband im Spitzenverband Rugby Deutschland und Fachverband im Hamburger Sportbund (HSB). Er ist Dachverband der Rugbyvereine in Hamburg und vertritt die Interessen von rund 1.200 Mitgliedern in sieben Vereinen in den Sportarten Rugby Union, Tag Rugby, Touch Rugby und Australian Football.
Der Hamburger Rugby-Verband berät und unterstützt Neugründungen von Vereinen des ovalen Sports in und um Hamburg. Zudem bietet der HHRV fortlaufende Schulprojekte, ein jährliches Rugby-Feriencamp sowie ein inklusives Projekt für Kinder und Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum an.
Die Heimat des HHRV ist dabei die Rugby-Arena Stadtpark. Zudem stehen vier weitere Sportanlagen in den Bezirken Hamburg-Nord, Wandsbek, Eimsbüttel und Hamburg-Mitte den angeschlossenen Vereinen für den Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung.
Nachrichten aus Hamburgs ovaler Sportwelt
Aktuelles vom HHRV und seinen Vereinen
HHRV intensiviert in die ovale Ausbildung
Anmeldungen für World Level 1-Trainerkurs möglich
Die "Super Week" und der "Super Saturday" Anfang März waren der Anfang - der World Rugby Level 1-Kurs für Trainer*innen ist nun die Fortsetzung. Unter der Leitung des HHRV-Landesverbandstrainers Tomás Capurro sowie des WR-Educators Christian Doering (Hannover) bietet der Hamburger Rugby-Verband können Trainer und Trainerinnen am 26. April (neun Uhr bis 17 Uhr) in der Rugby-Arena Stadtpark (Saarlandstraße 71) notwendige Bausteine für die C-Lizenz des DOSB erwerben.
Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro pro Person (inkl. Verpflegung im Verbandshaus), Anmeldungen sind ab sofort per E-Mail an den HHRV-Vorsitzenden Nils Zurawski und HHRV-Landesverbandstrainer Tomás Capurro möglich. Achtung: Die Tielnehmendenzahl ist auf 16 Personen beschränkt. Der praktischen Ausbildung vorgeschaltet, ist ein Online-Austausch in den Abendstunden (Uhrzeit folgt) des 22. Aprils, in dem mit den Teilnehmenden alle Details für den Kurs am daruffolgenden Sonntag final besprochen werden. Der Kurs wird in englischer und deutscher Sprache abgehalten.
Folgende Kenntnisse sind für eine Teilnahme erforderlich, Informationen dazu werden nach Anmeldung zur Verfügung gestellt:
•RugbyReady
•Umgang mit Gehirnerschütterungen für die breite Öffentlichkeit
•Einführung in das Training
•Schlüsselfaktorenanalyse
•Activate
•Spielregeln
•Erste Hilfe im Rugby
•Training mit Kindern
•Funktionale Rollenanalyse
•Einführung in die Spielleitung (Vorstufe zu Level 1)
•Einführung in das Konditionstraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Vorstufe zu Level 1)

Rugby als Werkzeug der Wertevermittlung
Bildungsprojekt "Tackle Right" gestartet
Der olympische Spitzenverband Rugby Deutschland bringt mit dem neuen digitalen Bildungsprojekt “Tackle Right“ den Rugbysport gezielt in Schulen, Vereine sowie in die pädagogische Bildungsarbeit. Ziel: Rugby nicht nur als
Sportart, sondern als Medium zur Vermittlung zentraler Werte wie Respekt, Fairness, Teamgeist und Zusammenhalt erlebbar machen.
Bislang zeigten sich Lehrkräfte gegenüber dem Rugbysport eher verhalten, wenn es um die Implementierung in den Schulsport geht. Gründe sind Vorbehalte wegen der Körperlichkeit, eines vermeintlich höheren Verletzungsrisikos oder gegenüber komplexer Regeln. Sportpädagogische und sportdidaktische Ansätze der vergangenen Jahre weisen jedoch darauf hin, dass Rugby ein erhebliches Potenzial für schulische Bildungsprozesse besitzt. Genau
hier setzt “Tackle Right“ an: Mit modernen, kontaktarmen Spielformen wie Tag- und Touch-Rugby wird ein sicherer und niedrigschwelliger Einstieg ermöglicht.
Im Mittelpunkt der Initiative “Tackle Right” steht also nicht primär der Wettkampfsport. Vielmehr wird Rugby im Rahmen dieses Projekts als pädagogisches Medium verstanden, das Bewegungserfahrungen, kooperatives Handeln, Wertebildung und Integration miteinander verbindet.
Gerade im schulischen Kontext eröffnet dies die Möglichkeit, Sport nicht nur als Bewegungsfeld, sondern zugleich als Erfahrungsraum für soziale und demokratische Kompetenzen zu gestalten. Ein zentrales Merkmal des Rugbysports ist dabei seine strukturelle Offenheit für unterschiedliche körperliche Voraussetzungen. Anders als in vielen anderen Ballsportarten entscheiden nicht ausschließlich Schnelligkeit, Körpergröße oder individuelle Durchsetzungsfähigkeit über den Erfolg im Spiel. Vielmehr ist das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft von zentraler Bedeutung. Für den schulischen Kontext ergibt sich daraus die Chance, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen aktiv am Spielgeschehen beteiligt werden und unterschiedliche Rollen im Team übernehmen können. Rugby bietet unabhängig von körperlichen Voraussetzungen Beteiligungsmöglichkeiten für alle Menschen. Unterschiedliche Stärken werden sichtbar und gezielt eingebunden. Ein Ansatz, der insbesondere im Schulsport neue Perspektiven eröffnet.
Die Übungen sind so gestaltet, dass Bewegung gleichzeitig als Lernraum für soziale Erfahrungen dient. Unterstützt werden Lehrkräfte und Trainer*innen dabei durch das Projekt-Maskottchen “Ruggi“, das als Wertecoach jede Einheit thematisch begleitet. Um Lehrkräfte und Trainer*innen langfristig den Einsatz von Rugby im Bildungsbereich zu erleichtern, entsteht derzeit eine digitale Plattform. Diese richtet sich sowohl an Trainer*innen als auch an Sportlehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte und soll praxisnahe Unterrichtsideen, Lehrvideos und methodische Impulse bündeln. Ziel des Projekts “Tackle Right“ ist es, die Besonderheit des Rugbys als pädagogisches Instrument zu nutzen, um Respekt, Vielfalt und demokratische Werte zu vermitteln sowie präventiv gegen Ausgrenzung jeder Form zu wirken.
Rugby Deutschland stellt dafür praxisnahe Übungen, Spielformen und didaktische Materialien bereit und unterstützt gemeinsam mit dem Hamburger Rugby-Verband Lehrkräfte, Trainer*innen und pädagogische Fachkräfte bei der einfachen Umsetzung im Unterricht oder einer Schnupperstunde. So werden die zentralen Werte des Rugbysports spielerisch erfahrbar gemacht und gleichzeitig Interesse an einer Sportart geweckt, die weltweit weit über das Spielfeld hinaus wirkt.
DOSB fördert Hamburg 7s als Klimaprojekt
Impulsgeber für weitere Sportveranstaltungen
Seit der Premiere im jahr 2023 haben die Hamburg 7s so manche Wetterkapriole vollzogen: brüllend heiße Temperaturen sowie Gewitter-, Starkregen- und Sturmereignisse. Der Sommer an der Waterkant zeigte sich über die bisherigen Jahre in all seinen Facetten. Der Klimawandel hinterlässt auch im Sport seine Spuren und sorgt dabei für Maßnahmen zur Klimaanpassung von Veranstaltungen. Daher fördert der DOSB das EM-Turnier im Sportpark Steinwiesenweg im Rahmen des Pilotprojektes "Klima wandelt Sport" als übertragbares Modell für klimafeste Großveranstaltungen, die langfristig zur Resilienz des Sport gegenüber zunehmender Klima- und Wetterextremen beitragen sollen.
Gerade im olympischen 7er-Rugby mit seinem dreitägigen Turnierformat und jeweils rund zehn Stunden Veranstaltungszeit pro Tag entstehen durch die veränderten klimatischen Bedingungen neue Risiken für Athlet*innen, Zuschauende und Helfende. Der DOSB fördert daher das EM-Turnier in der Hansestadt neben Veranstaltungen im Badminton und im Orientierungslauf als eines von drei innovativen Pilotprojekten, das konkrete Ansätze zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Sport entwickeln. Rugby Deutschland entwickelt dabei gemeinsam mit der Hamburger Agentur green4sports im Rahmen der Hamburg 7s ein übertragbares Klimaanpassungskonzept für Outdoor-Sportgroßveranstaltungen. Hintergrund sind zunehmende Extremwetterereignisse wie Hitze, Starkregen und Stürme, die bereits in den vergangenen Jahren Auswirkungen auf das Turnier hatten.
Auf Grundlage von Klimadatenanalysen und Szenarien werden konkrete Maßnahmen für die Bereiche Sportstätten, Umwelt und Gesundheit entwickelt. Dazu zählen unter anderem Schutzmaßnahmen bei Extremwetter, klare Kommunikationsstrukturen sowie die Einrichtung einer klimabeauftragten Person. Ausgewählte Maßnahmen werden direkt bei der Veranstaltung erprobt und evaluiert. Ziel ist ein praxiserprobtes Modell für resiliente Sportevents. Die Hamburg 7s dienen somit beim Umgang mit klimatischen Herausforderungen als Impulsgeber für weitere Veranstaltungen im organisierten Sport.
Foto: Jan Perlich






