DOSB erkennt gestiegenes Potenzial im 7er-Rugby
Erhöhung der Fördermittel ab dem Jahr 2025

- 22.12.2024
Rugby Deutschland hat vor wenigen Tagen die hauptamtliche Verpflichtung eines Bundestrainers für die 7er-Nationalmannschaft der Frauen verkündet. Da keine weiteren Informationen vorlagen - der Spitzenverband liefert aktuell keine weitergehenden Hintergrundinformationen -, fragten sich Experten, wie sich die Finanzierung dieser Personalie gestaltet. Nachrichten in den vergangenen Tagen zeichnen nun ein erfeuliches Bild: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erkennt im deutschen 7er-Rugby ein wachsendes Potenzial, womöglich bereits 2028 in Los Angeles ein Wörtchen auf der olympischen Bühne mitreden zu können. Folge. Eine erhöhte Förderung dieser Disziplin in 2025 - und damit auch mehr finanzieller Spielraum in der Personalplanung.
Der DOSB stellt in Absprachen mit dem für den Sport zuständigen Bundesministeriums des Inneren und Heimat (BMI) in 2025 den olympischen Spitzenverbänden insgesamt 41 Millionen Euro und weitere 39 Millionen Euro für TrainerInnen bis 2028 zur Verfügung. Wie hoch der Betrag für das deutsche Rugby aufällt, ist öffentlich aber noch nicht bekannt. Fakt ist: Die Förderung des 7er-Rugbys steigt somit im dritten olympischen Zyklus in Folge: Grundlage dafür ist das Potenzial-Analysesystem (PotAS) in 2024 und die dortige Einstufung der ovalen Olympiavariante (Abschlussbericht PotAS Sommersport 2024). Maßgeblich an dieser Einschätzung auf Seiten des Spitzenverbandes hat der scheidenden Sportdirektor (wie berichtet) Manuel Wilhelm. Damit hat Wilhlem vor seinem Wechsel am 1. Januar 2025 zu Kockey-Bundesliga dem deutschen 7er-Rugby nochmals einen Geldregen beschert. Dennoch liegt viel Arbeit vor Rugby Deutschland, diesen Vorschusslorbeeren gerecht zu werden. Trotz des erkannten gestiegenen Potenzials des 7er-Rugby rangieren die Frauen in der PotAS auf Rang 91 zwei Plätze vor den Männern unter insgesamt 99 Disziplinen. Denn bei den Bewertungskritierien "Erfolg" und "Kaderpotenzial" liegt der Wert im niedrigen einstelligen Bereich, während die Struktur des des Spitzenverbandes im 7er-Rugby sich dem Höchstwert von 100 Prozentpunkten nähert und damit deutlich über dem Mittelwert der aufgelisteten Diszplinen liegt.










