Hamburg kann olympisches 7er-Rugby
Sommerspiele in der Hansestadt eine Chance für alle
Hamburg kann 7er-Rugby. Diesen Beweis treten Ben Ellermann (FC St. Pauli) und die deutsche Nationalmannschaft sowie das RD-Frauenteam zum vierten Mal in Folge an. Denn auch dieses Jahr steigen die Hamburg 7s (3. bis 5. Juli) im Sportpark Steinwiesenweg. Und dann wirbelt auch der Olympiabotschafter der Hamburg Active City wieder über den Platz und zeigt, das olympische und paralympische Sommerspiele zwischen Alster und Elbe ein(en) Versuch wert sind.
Ellermann möchte die Chance von Spielen in der Hansestadt nutzen, um den Familien der Sportler, den Fans und Freunden tolle und spannende Spiele auf der Heimbühne an der Waterkant zu bieten. "Ich sehe Wettkämpfe vor ikonischer Kulisse: Beachvolleyball am Hafen, Laufen entlang der Alster, Rugby-Spiele mit Blick aufs Wasser. Vielleicht sogar mit Kiel als norddeutschem Partner für einzelne Disziplinen wie Rugby. Seiner Meinung nach, ist Hamburg geradezu prädestiniert für olympische und paralympische Sommerspiele in der Stadt. "Ich bin im Zentrum von Hamburg groß geworden. Und was diese Stadt besonders macht, ist nicht nur ihre Infrastruktur, sondern ihr Charakter. Hamburg lebt von Vielfalt. Unterschiedliche Kulturen, Lebenswege, Perspektiven. Alles kommt hier zusammen - aber nicht nebeneinander, sondern miteinander. Genau wie beim Rugby. Und dieses Miteinander können wir mit den Spielen fördern." Und dabei seien Sportarten und Vereinsfarben egal, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.
"Die einen sagen, Hamburg ist blau-weiß-schwarz, die anderen sagen Hamburg ist braun-weiß. Aber am Ende ist Hamburg unsere Perle. Und wir feiern alle zusammen den gleichen Moment, wenn Olympia in unsere Stadt kommt", schaut Ellermann auf den Fußball, um zu motivieren, die Faszination von Sommerspielen zwischen Alster und Elbe zu genießen. Die beiden Nationalspielerinnen Leonie Fouquet und Catharina Rickel vom FC St. Pauli betonen in einem Interview mit dem Hamburger Sportbund eine weitere Chance für alle von olympischen und paralympischen Spielen in der Hanestadt.
Den beide sehen in den Rugbywettbewrben im Zeichen der Ringe eine großartige Möglichkeit, Rugby auch als ein Spiel für Mädchen und Frauen noch stärker in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Durch den ovalen Sport entwickeln Mädchen und Frauen neben den athletischen Fähigkeiten auch positive Charaktereigenschaften noch stärker aus, bilden sie ein noch gefstigteres Selbstbewusstsen aus. Hilfreich seine dabei auch viele internationale Kontakte, die man durch und mit dem Rugbysport knüpft. Dies gilt besonders für olympische Sommerspiele, bei den Athletinnen aus der ganzen Welt und aus zahlreichen verschiedenen Sportrten in Hamburg zusammenkommen würden.
Für Rickel war der Rugbywettbewerb in Paris im Stade de France einfach "phänomenaler" Frauensport und ist bis heute ein unvergessliches Ereignis. Daher wünscht sie sich für die Hansestadt, dass Rugby als Randsportart im Speziellen und besonders der Frauensport im Allgemeinen mehr Aufmerksamkeit erhält. Hamburg könne zeigen, was es für coole Sportarten gebe und durch olympische Spiele stärker auf Rugby aufmerksam machen, pflichtet ihr Leonie Fouquet bei.
HHRV stellt künftig einen WR Coach Educator
Tomás Capurro auf dem Weg zum Trainer*innenausbilder
Mit der "Super Week" Anfang März begann es, dann folgten Online-Seminare und nun die praktische Schlussausbildung in der Rugby-Arena Stadtpark - HHRV-Landestrainer Tomás Capurro (Foto,l.) ist auf dem Weg zum World Rugby Coach Educator. Capurro, der auch Headcoach des Hamburger Rugby-Clubs ist, erhält somit die Befähigung, selbst Trainer auszubilden. Ein weiterer Schritt in der Ausbildungsoffensive des Hamburger Rugby-Verbandes.
Unter der Leitung der World Rugby Coach Educators Christian Doering (Hannover) und Sascha Werlich (Niederlande) legte Tommy Capurro seine zweite Parxiseinheit mit zehn Trainer*innen des HRC an der Saarlandstraße im Rahmen eines World Rugby Level 1-Kurses ab. "Der Hamburger Rugbysport ist nun in der Lage, seine Trainer*innen beginnend ab der C-Lizenz auszubilden. Zudem kann der HHRV entsprechende Angebote bundesweit ausschreiben und in Hamburg anbieten", erklärt Dietmar Scharmann, HHRV-Referent Ausbildung. Dadurch erhalte die entsprechende Ausbildung in der Hansestadt nochmals eine ganz andere Dynamik und kann den notwendigen Bedarfen bei wachsender Beliebteheit sowie den steigenden sportlichen Ansprüchen des ovalen Spiels zwischen Alster und Elbe mit individuellen Angeboten angepasst werden.
Jungs und Mädchen fit an der Pfeife gemacht
HHRV setzt Ausbildungsoffensive von Nachwuchsreferees fort
Der Hamburger Rugby-Verband investiert weiter in die Ausbildung. Dieses mal in die Jungschieds*richterinnen. Den Auftakt machte der Workshop unter Leitung des HHRV-Referenten Sport- und Schiedsrichterwesen Thomas Engler in der Rugby-Arena Stadtpark mit den Nachwuchskräften des Hamburger Rugby-Clubs, nun gab es die Fortsetzung mit den Jugendlichen des FC St. Pauli. Damit ist nun der Ankick für diese Ausbildungsreihe dieses Jahr erfolgt.
Vom HRC nahmen insgesamt zehn Mädchen und Jungs an der Veranstaltung teil. Diese gewannen dabei einen ersten Eindruck, was es heißt, als Schiedsrichter*in auf dem Rugbyplatz zu stehen und ein Spiel zu leiten. Unterstützung erhielten die Teilnehmenden dabei von ihren Teammanager*innen, welche den Workshop in Zusammenarbeit mit dem HHRV und Engler organisiert hatten. Somit haben die angehenden UInparteiischen den ersten Schritt mit der Pfeife gemacht und sind bestens vorbereitet für den "Lions Cup" des HRC am ersten Maiwochenende. Dort werden die Jungs und Mädchen dann das Erlernte praktisch anwenden udn die ersten Spiele im Kinderbereich leiten.
Nach Abschluss des Workshops kam von Seiten des Vereins sowie des Fachverbandes der Wunsch auf, diese Zusammenarbeit fortzusetzen und mehr jungen Spieler*innen einen Einblick in Schiedsrichter*innenwesen zu ermöglichen und diese dann weiter auf ihrem Weg in der Ausbildung zu Schiedsrichter*innen zu begleiten. Ähnlich erfolgreich verlief der Lehrgang in Zusammenarbeit mit dem FC St. Pauli statt, der ganz im Zeichen des "Störtebeker Cups" des Vereins am ersten Juniwochenende stand.
Thomas Engler konnte 25 Teilenehmende in der Rugby-Arena Stadtpark begrüßen - von der U10 bis zu 18, aktive Spieler und Spielerinnen sowie Betreuer*innen. Dem Wunsch nach weiteren Lehrgängen dieser Art kommt der HHRV-Referent für Sport- und Schiedrsrichter*innenwesen auch hier nach. Denn weitere Workshops sind im Sommer geplant. Weitere Informationen dazu folgen. Bis dahin gilt der Dank beiden Vereinen, die mit ihrer regen Teilnahme und Organisation im Hintergrund zum Erfolg dieser Maßanahme beitragen.
DRT: Neuer Präsident für den Spitzenverband
Aachener Wallrafen zum RD-Boss gewählt
Während des jüngsten Deutschen Rugby-Tages 2026 (DRT) standen in Duísburg besonders die Personalien auf der Tagesordnung im Blickpunkt. Hatte der noch amtierende Präsident Michael Seidler (Berlin/Solingen) im Januar während des DRT 2025 doch angekündigt, lediglich noch als Übergangskandidat tätig zu sein. Nun stand also die Wahl einer neuen Führung von Rugby Deutschland auf dem Programm. Und das Votum fiel auf den Aachener Helmut Wallrafen. Ein Kandidat, der noch im November vergangenen Jahres auf eine Kandidatur Anfang 2026 verzichtet hatte und so die Interimslösung mit der Wahl von Seidler notwendig machte.
In einem Interview vom November 2025 mit der Zeitung Junge Welt (Bezahlschranke) untermauerte Wallrafen auf die Frage, ob er ein Amt im Spitzenverband übernehmen wolle, seinen Verzicht auf eine Kandidatur als Präsiden mit den Worten: "Ich hatte meine Bereitschaft für den Fall erklärt, dass der Streit zwischen Hannover und Heidelberg weiter eskaliert und nur aus Rache ein Hannoveraner Präsident werden will. Dann hätte ich dagegen kandidiert ... Ich brauche wirklich kein Präsidentenamt, weder in Aachen noch in Deutschland." Hochburgen allein würden es nicht tun. Nun also die Kehrtwende.
Weitere Aussagen im Interview lassen darauf schließen, dass Wallrafen den Rugbysport abseits der Hochburgen Hannover und Heidelberg verstärkt fördern möchte. Deutschland habe aus seiner Sicht das klassische 15er-Spiel als Breitensport zu Lasten des olympischen 7er-Rugbys fallen gelassen. Mit Blick auf die Bundesförderung der olympischen Variante sei vieles an anderer Stelle auf der Strecke geblieben. Pikant: Obwohl noch Mitglied im deutschen Spitzenverband, nimmt der Wallrafens Heimatverein seit Jahren lediglich am Spielbetrieb in den Niederlanden teil.
Nun bleibt abzuwarten, wie und wann die Reform der Strukturen in Rugby Deutschland umgesetzt wird, deren Entwurf während des DRT vorgestellt und vom Plenum mehrheitlich untersützt wurde. In diesem Zusammenhang ist auch die Neustrukturierung der Deutschen Marketing GmbH zu sehen, die einen signifikanten personellen Aderlass mit dem Abgang von Florian Hartmann erleiden wird. Eine Maßnahme, die auch ihre Bestätigung während des DRT erhielt.
Neben der Walh des neuen RD-Präsidenten, entschied sich das Gremium zudem für Andreas Krimpmann (Berlin) als Vizepräsident Finanzen. Eine Position, die längere Zeit vakant war. Im Vorfeld des aktuellen DRT wurde zudem Ralf Theune (Erfurt) zum RD-Vorstand Finanzen ernannt. Die Geschäftsstelle des Spitzenverbandes leitet darüber hinaus künftig Frederick von Au (Bruchsal).
Weitere Details zum Ablauf und zu den Ergebnissen des DRT 2026 sollen in Kürze im offiziellen Protokoll nachzulesen sein.
Konstruktiver Austausch mit Olympia-Vorprojekt
Chancen und Perspektiven für den ovalen Sport in Hamburg
Das Vorprojekt zur Bewerbung für olympische und paralympische Spiele in Hamburg hat jüngst im Haus des Sports beim Hamburger Sportbund das Trainingsstättenkonzept für die Hansestadt vorgestellt. Nun folgte das Vorprojekt der Einladung des HHRV in das Verbandshaus in der Rugby-Arena Stadtpark zu einem Austausch über Chancen und Perspektiven des ovalen Sports zwischen Alster und Elbe im Zuge der angestrebten Bewerbung.
Bekanntlich ist Kiel als Austragungsort für die olympischen Rugbywettbewerbe der Männer und Frauen angedacht. Diese Standortentscheidung hat Hamburg in Absprache mit Rugby Deutschland getroffen. In der Hoffnung, das Holstein-Stadion bei beiden ovalen Turnieren gut gefüllt zu bekommen. Dennoch bieten die Spiele im Zeichen der Ringe für den Rugbysport in der Hansestadt die Chance, der steigenden Nachfrage und den damit verbundenen wachsenden sportlichen Ambitionen gerecht zu werden. So hat das Vorprojekt den Hamburger Rugby-Verband mit seinen Trainingsstätten berücksichtigt, um ein entsprechendes Angebot in der Nähe des olympischen Dorfes, das in Bahrenfeld geplant ist, für die teilnehmenden Nationen vorzuhalten. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass in die bestehenden Anlagen finazielle Mittel zur Modernisierung fließen. Für den HHRV dabei interessant: Der Rugbyplatz Barmwisch sowie der neue Trainingsplatz am Südring, der durch den dort sukzessive durchgeführten Ringtausch der Sportflächen mittelfristig dem Rugbysport zur Verfügung stehen wird.
Ebenfalls interessant: Das Landessportamt führt aktuell eine Machbarkeitsstudie zu einem Ballsportstadion für Rugby und American Football durch. Im Blick ist dabei eine bestehende Anlage in Langenhorn, die entsprechend ausgebaut werden könnte. Auch in diesem Fall könnte eine erfolgreiche Bewerbung Hamburgs um olympische und paralympische Spiele einen entscheidenden Schub bieten. Daher plant der HHRV mit den beteiligten Vereinen am Derbyspieltag in der 2. Bundesliga (25. April) eine Aktion zum Referendum in der Hansestadt am 31. Mai in Kooperation mit dem Hamburger Sportbund und womöglich dem DOSB.

HHRV wünscht sonnige Osterfeiertage
Schokoladeneier ersetzen das ovale Leder
Der Hamburger Rugby-Verband (HHRV) wünscht allen Mitgliedern, Unterstützenden und Fans des ovalen Sports in der Hansestadt frohe und sonnige Ostertage. Genießt die Zeit, habt Spaß auf den traditionellen Oster-Touren im In- und Ausland, beim Einsatz auf internationalem Parkett oder greift einfach zu Schokoladeneiern und weiteren Leckereien und legt das ovale Leder an den Ostertagen zur Seite.
Foto: KI-generiert
Paris als ovales Vorbild
Olympisches Rugby im Volkspark
+++Diese Meldung war mit Blick auf das Veröffentlichungsdatum ein Aprilscherz. Auch wenn die Rugbywettbewerbe im Kieler Holstein-Stadion ausgetragen werden sollen, so sind olympische und paralympische Spiele in Hamburg (und Schleswig-Holstein) ein(en) Versuch wert. Wie der ovale Sport in der Hansestadt an der Bewerbung und dessen Trainingsstättenkonzept partizipieren kann, wird im Laufe des Monats mit Vertretern des Vorprojektes der Actice City im Verbandshaus der Rugby-Arena Stadtpark erörtert.+++
Die Bewerbung Hamburgs für olympische und paralympische Sommerspiele nimmt sich gerne Paris als Vorbild. Dies sowohl organisatorisch, konzeptionell und finanziell. Und nun auch sportlich. Denn waren die olympischen Wettbewerbe der Männer und Frauen im 7er-Rugby bisher in Kiel geplant, kommt nun die Kehrtwende: Die Olympiamacher an Elbe und Alster wagen mit den ovalen Medaillenkämpfen den Schritt in das neue Stadion im Volkspark.
Gab es bisher Bedenken, die Plätze in dem geplanten Rund zu den Rugbyturnieren vollzubekommen, sind die Verantwortlichen nun davon überzeugt nach Pariser Vorbild eine sechs Tage lang andauernde und gut besuchte ovale Party mitten im Volkspark feiern zu können. Mit dabei: Gäste aus Fidschi, Neuseeland, Südafrika, Argentinien, Frankreich und auch Deutschland. Bunte Bilder gut gelaunter, singender und tanzender Rugbyfans garantiert. Eine Terminkollision mit den Wettbewerben in der Leichtathletik sind dabei ausgeschlossen. Auch hier ist die französische Hauptstadt wieder Vorbild.
Der Ankick zu den Rugbywettbewerben erfolgt ähnlich wie beim Fußball zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung der olympischen Sommerspiele. Eine kurze Pause während des Eröffnungstages – und die Medaillen sind im Rugby ausgespielt, ehe das Stadion für die Leichtathletikwettbewerbe umgebaut wird. Einen weiteren Vorgeschmack auf die olympischen Rugbyturniere bieten die Hamburg 7s vom 3. bis 5. Juli, die im Sportpark Steinwiesenweg als Europameisterschaft der Männer und Frauen ebenfalls im olympischen dreitägigen Format ausgetragen werden. Karten für die ovale Sommerparty sind online ab zehn Euro erhältlich. Somit ist die Hamburger Bewerbung auch eine Chance für den Rugbysport an Elbe und Alster.
HHRV intensiviert in die ovale Ausbildung
Anmeldungen für World Level 1-Trainerkurs möglich
Die "Super Week" und der "Super Saturday" Anfang März waren der Anfang - der World Rugby Level 1-Kurs für Trainer*innen ist nun die Fortsetzung. Unter der Leitung des HHRV-Landesverbandstrainers Tomás Capurro sowie des WR-Educators Christian Doering (Hannover) bietet der Hamburger Rugby-Verband können Trainer und Trainerinnen am 26. April (neun Uhr bis 17 Uhr) in der Rugby-Arena Stadtpark (Saarlandstraße 71) notwendige Bausteine für die C-Lizenz des DOSB erwerben.
Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro pro Person (inkl. Verpflegung im Verbandshaus), Anmeldungen sind ab sofort per E-Mail an den HHRV-Vorsitzenden Nils Zurawski und HHRV-Landesverbandstrainer Tomás Capurro möglich. Achtung: Die Tielnehmendenzahl ist auf 16 Personen beschränkt. Der praktischen Ausbildung vorgeschaltet, ist ein Online-Austausch in den Abendstunden (Uhrzeit folgt) des 22. Aprils, in dem mit den Teilnehmenden alle Details für den Kurs am daruffolgenden Sonntag final besprochen werden. Der Kurs wird in englischer und deutscher Sprache abgehalten.
Folgende Kenntnisse sind für eine Teilnahme erforderlich, Informationen dazu werden nach Anmeldung zur Verfügung gestellt:
•RugbyReady
•Umgang mit Gehirnerschütterungen für die breite Öffentlichkeit
•Einführung in das Training
•Schlüsselfaktorenanalyse
•Activate
•Spielregeln
•Erste Hilfe im Rugby
•Training mit Kindern
•Funktionale Rollenanalyse
•Einführung in die Spielleitung (Vorstufe zu Level 1)
•Einführung in das Konditionstraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Vorstufe zu Level 1)

Rugby als Werkzeug der Wertevermittlung
Bildungsprojekt "Tackle Right" gestartet
Der olympische Spitzenverband Rugby Deutschland bringt mit dem neuen digitalen Bildungsprojekt “Tackle Right“ den Rugbysport gezielt in Schulen, Vereine sowie in die pädagogische Bildungsarbeit. Ziel: Rugby nicht nur als
Sportart, sondern als Medium zur Vermittlung zentraler Werte wie Respekt, Fairness, Teamgeist und Zusammenhalt erlebbar machen.
Bislang zeigten sich Lehrkräfte gegenüber dem Rugbysport eher verhalten, wenn es um die Implementierung in den Schulsport geht. Gründe sind Vorbehalte wegen der Körperlichkeit, eines vermeintlich höheren Verletzungsrisikos oder gegenüber komplexer Regeln. Sportpädagogische und sportdidaktische Ansätze der vergangenen Jahre weisen jedoch darauf hin, dass Rugby ein erhebliches Potenzial für schulische Bildungsprozesse besitzt. Genau
hier setzt “Tackle Right“ an: Mit modernen, kontaktarmen Spielformen wie Tag- und Touch-Rugby wird ein sicherer und niedrigschwelliger Einstieg ermöglicht.
Im Mittelpunkt der Initiative “Tackle Right” steht also nicht primär der Wettkampfsport. Vielmehr wird Rugby im Rahmen dieses Projekts als pädagogisches Medium verstanden, das Bewegungserfahrungen, kooperatives Handeln, Wertebildung und Integration miteinander verbindet.
Gerade im schulischen Kontext eröffnet dies die Möglichkeit, Sport nicht nur als Bewegungsfeld, sondern zugleich als Erfahrungsraum für soziale und demokratische Kompetenzen zu gestalten. Ein zentrales Merkmal des Rugbysports ist dabei seine strukturelle Offenheit für unterschiedliche körperliche Voraussetzungen. Anders als in vielen anderen Ballsportarten entscheiden nicht ausschließlich Schnelligkeit, Körpergröße oder individuelle Durchsetzungsfähigkeit über den Erfolg im Spiel. Vielmehr ist das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft von zentraler Bedeutung. Für den schulischen Kontext ergibt sich daraus die Chance, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen aktiv am Spielgeschehen beteiligt werden und unterschiedliche Rollen im Team übernehmen können. Rugby bietet unabhängig von körperlichen Voraussetzungen Beteiligungsmöglichkeiten für alle Menschen. Unterschiedliche Stärken werden sichtbar und gezielt eingebunden. Ein Ansatz, der insbesondere im Schulsport neue Perspektiven eröffnet.
Die Übungen sind so gestaltet, dass Bewegung gleichzeitig als Lernraum für soziale Erfahrungen dient. Unterstützt werden Lehrkräfte und Trainer*innen dabei durch das Projekt-Maskottchen “Ruggi“, das als Wertecoach jede Einheit thematisch begleitet. Um Lehrkräfte und Trainer*innen langfristig den Einsatz von Rugby im Bildungsbereich zu erleichtern, entsteht derzeit eine digitale Plattform. Diese richtet sich sowohl an Trainer*innen als auch an Sportlehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte und soll praxisnahe Unterrichtsideen, Lehrvideos und methodische Impulse bündeln. Ziel des Projekts “Tackle Right“ ist es, die Besonderheit des Rugbys als pädagogisches Instrument zu nutzen, um Respekt, Vielfalt und demokratische Werte zu vermitteln sowie präventiv gegen Ausgrenzung jeder Form zu wirken.
Rugby Deutschland stellt dafür praxisnahe Übungen, Spielformen und didaktische Materialien bereit und unterstützt gemeinsam mit dem Hamburger Rugby-Verband Lehrkräfte, Trainer*innen und pädagogische Fachkräfte bei der einfachen Umsetzung im Unterricht oder einer Schnupperstunde. So werden die zentralen Werte des Rugbysports spielerisch erfahrbar gemacht und gleichzeitig Interesse an einer Sportart geweckt, die weltweit weit über das Spielfeld hinaus wirkt.
DOSB fördert Hamburg 7s als Klimaprojekt
Impulsgeber für weitere Sportveranstaltungen
Seit der Premiere im jahr 2023 haben die Hamburg 7s so manche Wetterkapriole vollzogen: brüllend heiße Temperaturen sowie Gewitter-, Starkregen- und Sturmereignisse. Der Sommer an der Waterkant zeigte sich über die bisherigen Jahre in all seinen Facetten. Der Klimawandel hinterlässt auch im Sport seine Spuren und sorgt dabei für Maßnahmen zur Klimaanpassung von Veranstaltungen. Daher fördert der DOSB das EM-Turnier im Sportpark Steinwiesenweg im Rahmen des Pilotprojektes "Klima wandelt Sport" als übertragbares Modell für klimafeste Großveranstaltungen, die langfristig zur Resilienz des Sport gegenüber zunehmender Klima- und Wetterextremen beitragen sollen.
Gerade im olympischen 7er-Rugby mit seinem dreitägigen Turnierformat und jeweils rund zehn Stunden Veranstaltungszeit pro Tag entstehen durch die veränderten klimatischen Bedingungen neue Risiken für Athlet*innen, Zuschauende und Helfende. Der DOSB fördert daher das EM-Turnier in der Hansestadt neben Veranstaltungen im Badminton und im Orientierungslauf als eines von drei innovativen Pilotprojekten, das konkrete Ansätze zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Sport entwickeln. Rugby Deutschland entwickelt dabei gemeinsam mit der Hamburger Agentur green4sports im Rahmen der Hamburg 7s ein übertragbares Klimaanpassungskonzept für Outdoor-Sportgroßveranstaltungen. Hintergrund sind zunehmende Extremwetterereignisse wie Hitze, Starkregen und Stürme, die bereits in den vergangenen Jahren Auswirkungen auf das Turnier hatten.
Auf Grundlage von Klimadatenanalysen und Szenarien werden konkrete Maßnahmen für die Bereiche Sportstätten, Umwelt und Gesundheit entwickelt. Dazu zählen unter anderem Schutzmaßnahmen bei Extremwetter, klare Kommunikationsstrukturen sowie die Einrichtung einer klimabeauftragten Person. Ausgewählte Maßnahmen werden direkt bei der Veranstaltung erprobt und evaluiert. Ziel ist ein praxiserprobtes Modell für resiliente Sportevents. Die Hamburg 7s dienen somit beim Umgang mit klimatischen Herausforderungen als Impulsgeber für weitere Veranstaltungen im organisierten Sport.
Foto: Jan Perlich

Abschied von Hamburgs Rekordnationalspieler
Horst Wohler mit 83 Jahren verstorben
Zwischen 1964 und 1975 stehen 30 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft in den Büchern. Damit avancierte Horst Wohler zum Hamburger Rekordinternationalen. Ein Rekord, der heute noch Bestand hat. Umso trauriger macht uns daher die Nachricht seines Heimatvereins FC St. Pauli, dass Wohler nun mit 83 Jahren verstorben sei. Damit verbaschiedet sich der Hamburger Rugbysport von einem ganz Großen der ovalen Zunft an Elbe und Alster. Gleichzeitig verliert der Hamburger Rugbysport einen seiner fachkundigsten Chronisten des ovalen Spiels.
Horst Wohler trat 1960 in die Rugbyabteilung des FC St. Pauli ein und wurde schnell zu einem der erfolgreichsten Spieler des Vereins des vergangenen Jahrhunderts. Neben unzähligen Hamburger Meisterschaften und der Deutschen Vizemeisterschaft 1964 erhielt Wohler für seine Verdienste auf und neben dem Platz für den Rugbypsort in Hamburg und Deutschland sowohl den Goldenen Ehrenball des Deutschen Rugby-Verbandes und die Ehrenplakete des Spitzenverbandes. Auszeichnungen, besonders auch in dieser Kombination, die nur wenigen Rugbyaktiven in Deutschland zuteil kam. In Erinnerung bleibt zudem seine elegante Spielweise, die ihm beim FC St. Pauli zum Führungsspieler und Kapitän machte.
Der Hamburger Rugby-Verband spricht der Familie sowie Freunden und Weggefährten von Horst Wohler sein tief empfundenes Beileid aus und wünscht ganz viel Kraft in diesen schweren Stunden.
Foto: FC St. Pauli

Olympische Spiele: Eine Chance für den ovalen Sport
Hamburgs Rugby im Blick der Bewerbungskampagne
Die Freude in der Hamburger Rugbygemeinschaft war groß, als Vertreter der Stadt angekündigt hatten, sich für olympische und paralympische Sommerspiele zwischen Elbe und Alster zu bewerben. Gehört die 7er-Variante des olympischen Sports seit Rio 2016 doch zu den attraktivsten und stark nachgefragtesten Wettbewerben. Umso größer war das Unverständis, als die Meldung kam, die beiden Turniere der Männer und Frauen würden bei Zuschlag für die Spiele in Kiel ausgerichtet werden. Ernüchterung setzte ein. Doch dieser weicht nun wieder Zuversicht, nachdem Verteter der Vorprojekts olympische und paralympische Spiele sowie des Hamburger Sportbundes im Haus des Sports das Trainingsstättenkonzept der Stadt für Spiele im Zeichen der Ringe vorgestellt haben.
Steffen Rülke und André Güldner vom Vorprojekt und HSB-Geschäftsführer Daniel Knoblich erläuterten das 100 Sportanlagen umfassende Konzept. Für Rugby bedeutet dies, dass zwei Spielfelder für die Vorbereitung auf den ovalen Kampf um die Medaillen vorgehalten werden müssen. Erwähnung fand in diesem Zusammenhang die modernisierte und jüngst während der "Super Week" vom Weltverband World Rugby in den höchsten Tönen gelobte Rugby-Arena Stadtpark. Dennoch gab es auf Seiten des HHRV Nachfragen an die Vortragenden, aus denen sich eine kurze kontroverse Diskussion ergab, in der beiden Seiten ihre Standpunkte deutlich machten. Denn mit Blick auf die vorhandene ovale Sportinfrastrukltur in Hamburg sowie die propagierten "Spiele der kurzen Wege" ergab die Vergabe der Rugbywettbewerbe nach Kiel aus Sicht des HHRV noch immer keinen Sinn - wird doch in Hamburg ein neues Stadion gebaut, in dem die Leichtathletikwettberbe ausgetragen werden sollen. Und hier zeigte Paris, dass Rugby und die Kernsportart olympischer Spiele wunderbar zusammengehen und terminlich aufeinander abgestimmt für ein volles Haus sorgten. Hier liegt aber des Pudels Kern begraben.
Die Verantwortlichen des Vorprojektes geht nicht davon aus, an Elbe und Alster die Zuschauendenzahlen wie an der Seine zu erreichen. Statt eines nur halbgefüllten Stadions im Volkspark setzten sie auf prall gefüllte Ränge an der Förde. Fair enough. Auch wenn sich das Hamburger Rugby ein wenig mehr Mut bei der Stadionwahl wünscht. Denn Rugby, und besonders die olympische 7er-Variante, ist mehr als nur Sport. Denken wir an die gemeinsam feiernden, tanzenden und singenden Fans aus Fidschi, Südafrika, Neuseeland und den Rest der ovalen Welt. Bilder, die den olympischen Geist perfekt widerspiegeln und nun womöglich in Kiel rund um das Holstein-Stadion erzeugt werden. Dennoch wird der HHRV die Olympiakampagne der Active City nach Kräften unterstützen. Denn womöglich ist diese Bewerbungsrunde "die letzte Chance auf olympische und paralympische Spiele in Deutschland", wie Vorprojekt-Chef Steffen Rülke betonte. Und die würden auch dem Rugbysport in der Hansestadt einen weiteren Schub verpassen.
Bei Zuschlag würden Bundesmittel nach Hamburg fließen, die zusammen mit einem kalkuliertem Gewinn aus den Spielen in Höhe von 100 Millionenn Euro auch in die Modernisierung der Sportinfrastruktur in den Stadtteilen und den Quartieren investiert werden würde. Dabei haben die Verantwortliche weiterhin auch die Rugby-Arena Stadtpark sowie mögliche weitere zu entwicklende Standorte im Blick. Und ganz ausgeschlossen ist es nicht, olympisches Rugby-Flair in Hamburg zu genießen. Denn sollten sich Nationen entscheiden, ihre Quartier im olympischen Dorf im Volkspark aufzuschlagen, wäre die Sportinfrastruktur des HHRV erste Adresse für Trainingseinheiten. Besonders für den Rugbynachwuchs wäre dies eine unvergessliche Gelegenheit, den ovalen Stars ganz nahe zu kommen, sich Tricks und Kniffe abzuschauen und auf Autogrammjagd zu gehen. Und vielleicht kann auch eine gemeinsame Trainingseinheit absolviert werden - unterstützt von den Männer und Frauen der Hamburger Vereine.
Der HHRV wird daher das Angebot annehmen, sich weiterhin gemeinsam mit dem Vorprojekt auszutauschen, damit bis zum 31. Mai der Weg für ein positives Referendum freigeräumt bleibt. Einen Weg, den der ovale Sport der Stadt gemeinsam mit dem Hamburger Sport beschreitet.

Lehrgang mit Pfeife in Theorie und Praxis
Hamburg etabliert sich als Ausbildungsstandort
Nur eine Woche nach dem "Super Saturday" von World Rugby, Rugby Europe und Rugby Deutschland stand bereits der nächste Lehrgang in der Rugby-Arena Stadtpark an. Dieses Mal kamen 21 BundesligaschiedsrichterInnen, zehn Coaches of Match Official (CMO) sowie fünf Educators aus ganz Deutschland in Hamburg zusammen, um sich auf die ausstehende Spielzeit im ovalen Ober- und Unterhaus intensiv in Theorie und Praxis vorzubereiten.
Das Wochenende war dabei von eijner durchgehend positiven Stimmung unter den Teilnehmenden geprägt. Diese fußte auf den gewinnbringenden Austausch zwischen den erfahrenen und neu dazugekommenen Unparteiischen, die das intensive durch die CMO durchliefen. Und auch der FC St. Pauli unterstütze die Ausbildung der SchiedsrichterInnen. Denn die Testspeiele der Männer und Frauen gegen den Vienna Celtic RC und den Gothenburg RC ermöglichte den SchiedsrichterInnen, dem Erlernten gleich einem Praxistest vor Ort an der Saarlandstraße zu unterziehen.
Dabei gab es durchweg positive Rückmeldung der Teilnehmenden zu der modernen Anlage im Stadtpark, der Heimat des ovalen Sports in der Hansestadt, sowie die professionelle Ausrichtung des Lehrganges durch den Hamburger Rugby-Verband. Ebenso ging der Dank an das Gastroteam des Verbandshauses, das wieder ausgiebig für das leibliche Wohl währen der zwei Tage in der Rugby-Arena Stadtpark sorgte.
"Wir bedanken uns als Educator ganz herzlich beim Hamburger Rugby-Verband für die ausgezeichnete und professionelle Ausrichtung und Organisation des Lehrgangs und auch beim FC St Pauli für die Möglichkeit, die Freundschaftsspiele in den Lehrgang zu integrieren", lautete das Fazit von Educator Verena Fickenscher. Und wer ganz früh an der Pfeife anfangen möchte, meldet sich einfach für das JungschiedsrichterInnen-Programm des Hamburger Rugby-Verbandes an. Informationen dazu erteilt der HHRV-Referent Sport- und Schiedsrichterwesen Thomas Engler per E-Mail. Damit etabliert sich Hamburg immer mehr zu einem leistungsstarken und -fähigen Ausbilsdungsstandort in Rugby Deutschland.
Im Frühjahr bereits für den Sommer planen
HHRV bietet wieder sein Rugby-Feriencamp an
Auch dieses Jahr mach der Sommer ohne Rugby-Feriencamp nur halb so viel Spaß. Deshalb geht dieser Ferienspaß auch 2026 in die nächste Runde. Der Termin für die ovale Woche lautet daher: 10. bis 14. August. Dann steigen täglich von neun Uhr bis 15 Uhr in der Rugby-Arena Stadtpark (Saarlandstraße 71) ovale Action mit ganz viel Rugby sowie weitere tolle und spannenden Angebote an Sport und Bewegung. Dieses Jahr steht die Teilnahme den Jungs und Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren frei.
„Aus Gesprächen mit den Kindern und Eltern haben wir den vielfachen Wunsch vernommen, dass Kinder im Rahmen Ihrer Rugbyaltersklasse das Feriencamp verbringen möchten. Wir versuchen daher, dieses Jahr diesen Wunsch umzusetzen“, führt der HHRV-Feriencamporganisator Ivo Beckmann aus. Somit sind alle Spielerinnen und Spieler der Jahrgänge U8 bis U14 beim Feriencamp willkommen. Auf eine Einschränkung weist Beckmann in diesem Zusammenhang hin: „Ob die Anmeldungen eine Aufteilung exakt nach Altersklassen ermöglichen, werden wir erst kurz vor Ankick des Rugby-Feriencamps sehen. Erst dann ist es uns möglich, eine Aufteilung nach den Jahrgängen vorzunehmen.“ Daher ist die Anmeldung für das Rugby-Feriencamp ab sofort freigeschaltet.
Die Kosten für eine Woche Ferienspaß betragen 110 Euro (ermäßigt 105 Euro). Früh- (ab acht Uhr) und Spätbetreuung (bis 16 Uhr) beträgt einen Aufpreis in Höhe von 10 Euro/Tag. Die Teilnahmegebühr beinhaltet Verpflegung und Getränke sowie eine Überraschung zum Abschluss der ovalen Ferienwoche.
HHRV läutet die "Super Week" ein
Hamburg kann (internationales) Rugby
Die Hamburg 7s 2026 am ersten Juli-Wochenende sind nicht die einzige internationale Rugbyveranstaltung dieses Jahr in der Hansestadt. Denn am heutigen Mittwoch (4. März) erfolgt in der Rugby-Arena Stadtpark der Ankick zu der "Super Week" von World Rugby, Rugby Europe und Rugby Deutschland. Themen: Coaching, Strength and Conditioning, Player Welfare (Medical) sowie Match Officiating des Levels L1. Ausbildende und Teilnehmenden kommen dabei nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus dem europäischen Ausland. Höhepunkt wird dann am Wochenende der "Super Saturday" (7. März) mit einem TrainerInnen-Lehrgang sein.
„Ich finde es großartig, dass wir beide Veranstaltungen nach Hamburg geholt haben. Mit der neuen Anlage an der Saarlandstraße und dem Verbandshaus sind wir auch als vergleichsweise kleiner Landesverband leistungsstark in der Lage, solche Maßnahmen zu organisieren und durchzuführen", schaut der HHRV-Vorsitzende Nils Zurawski auf die kommenden Tage. Und weiter: "Wir zeigen, dass Sport mehr ist als Hochglanzfotos für eine Olympiabewerbung. Sport ist an jedem Tag, auch wenn keiner hinschaut, wenn die Menschen ausgebildet werden, die dafür sorgen, dass Kinder und Erwachsene später gut trainieren können und in Bewegung bleiben. Das ist unspektakulär, aber äußerst wichtig. Auch und gerade für die Breite des Rugbysports, für die Breite jeden Sports." Zurawskis Hoffnung: "Egal, was mit Hamburg und den olympischen Spielen passiert - ich hoffe, dass die Politik fortwährend hinschaut, was hier und überall in Hamburg jeden Tag diesbezüglich geleistet wird. Und das nicht nur, wenn der Fotograf kommt". Denn auch schon in der kommenden Woche wird in der Hansestadt weiter an den unerlässlichen Basics gearbeitet: Dann steigt an selber Stelle ein Bundesligaschiedsrichterkurs.
Ziel: die Ausbildung von vier Educators für das SchiedsrichterInnenwesen in Deutschland. "Besonders in dem Bereich der Unparteiischen sind Educators wichtig, damit hierzulande regelmäßig Lehrgänge abgehalten werden können und das SchiesrichterInnenwesen nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite weiter wachsen kann. Somit profitieren alle Landesverbände davon, was wir diese Woche in der Hansestadt auf die Beine stellen", betont Thomas Engler, HHRV-Referent für das Sport- und SchiedsrichterInnenwesen. Ganz nach dem Motto: "Hamburg kann Rugby!“
Norddeutschlands Schiris starten mit Vorbereitung
"Mid Season Restarter" in Hamburg
Die Rugby-Arena Stadtpark war am Wochenende die Anlaufstelle für die SchiedsrichterInnen aus Norddeutschland. 13 Unparteiische aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben sich zum "Mid Season Restarter" im Verbandshaus an der Saarlandstraße getroffen. Unterstützung gab es dabei durch den Educator Boris Hoffmann (Bremen).
Tehmatischer Schwerpunkt des Workshops war die Kommunikation auf dem Feld. Der Fokus lag dabei auf theoretischen Fallbeispielen sowie auf kleinen Rollenspielen, um entsprechendes Verhalten auf dem Platz praktisch einzuüben. "Besonders mit Blick auf die steig wachsenden Anforderungen und Ansprüche an uns Schiesrichter und Schiedsrichterinnen, ist dies mittlerweile ein zentrales Thema, um ein gutes und faires Rugbyspiel zu ermöglichen", erläutert der HHRV-Referent Sport- und Schiedsrichter Thomas Engler die thematische Schwerpunktsetzung. "Daher suchen wir auch durchgängig nach Nachwuchstalenten an der Pfeife - egal ob aus der Jugend, ehemaligen Spieler und Spielerinnen oder auch Interssierte ganz ohne Vorkentnisse". Die nächste Möglichkeit zum Einstieg als SchiedsrichterIn besteht bereits am 7. März mit einem L1-Kurs in der Rugby-Arena Stadtpark oder später mit einem Kurs in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Informationen gibt dazu erteilt Thomas Engler via E-Mail.
Abschied von einer ovalen Institution der Hansestadt
Ralph Paukstat nimmt nach zwei Jahrzehnten beim HHRV seinen Hut
Ohne ihn wäre im Hamburger Rugby-Verband sowie im ovalen Sport der Hansestadt vieles nicht möglich und umsetzbar gewesen. Mit Fug und Recht ist zu konstatieren, dass Ralph Paukstat einen prägenden und nachhaltigen Eindruck im HHRV geschaffen hat. Doch nun neigt sich eine Ära ihrem Ende entgegen – denn Paukstat nimmt nach knapp zwei Jahrzehnten als stellvertretender Vorsitzender seinen Hut. Was bleibt, ist eine 19 Jahre anhaltende Erfolgsstory im Wirken für den ovalen Sport an Elbe und Alster.
Bereits im Dezember 2016 erhielt Ralph Paukstat, von allen Ralphi genannt, im Rahmen des Senatsempfangs „Hamburg engagiert sich“ im Rathaus die „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes“ in Bronze. Der damalige Bürgermeister Olaf Scholz händigte dabei den Ehrenpreis an Paukstat aus. Damit würdigte die Hamburger Politik damals bereits Ralphis unermüdlichen Tatendrang für den Hamburger Rugbysport. Dabei stand die Realisierung der bisher größten Meilensteine für den HHRV noch bevor. Federführend dabei: Ralph Paukstat.
Die Geburtsstunde der Idee zu einem Verbandshaus an der Saarlandstraße wurde 2007 unter dem damaligen HHV-Vorsitzenden Rolf Kowalik geboren. Bereits mit dabei im Hintergrund: Ralph Paukstat, damals noch 2. Vorsitzender der Rugbyabteilung im FC St. Pauli sowie Platzmanager des Hamburger Rugby-Verbandes. Sahen die ersten Entwürfe noch eine Containerlösung an der Saarlandstraße vor, konkretisierten sich die Pläne sechs Jahre später unter der HHRV-Ägide von Klaus Merkle. Ralphi blieb dabei nun als Stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Rugby-Verbandes dauerhaft am Ball. Von Anfang an war Paukstat somit als Projektleiter die unermüdliche Triebfeder bei Planung, Organisation, Umsetzung und Realisierung der neuen ovalen Heimat in der Rugby-Arena Stadtpark. Bis zur Einweihung im August 2018 vergingen fünf Jahre. Eine Zeit voller Gespräche, Austausche und Papierkriege mit Politik, Verwaltung, Behörden, Banken und Gewerken. Mit Stolz auf das Erreichte blickte Ralphi bei der Einweihung dann neben der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank auf die sportliche Zukunft des HHRV: „Der Verband hat an der Saarlandstraße nun eine feste Anlaufstelle und ist die neue Heimat für die rund 1.200 Rugbyspielerinnen und Rugbyspieler in Hamburg. Zudem haben wir die Möglichkeit, Schiedsrichter und Trainer in den Schulungsräumen noch intensiver auszubilden.“ Eine aufreibende und stressige Periode lag dabei hinter Ralph Paukstat, die er in seiner ruhigen, sachlichen und verbindlichen, oftmals auch verschmitzten Art, für den Hamburger Rugby-Verband mit seinem ausgeprägten Verhandlungsgeschick erfolgreich und beharrlich meisterte. Eigenschaften für die Ralphi auch im Verband besonders geschätzt, wenn er Diplomatie und Ruhe in so manchen hitzigen Debatten über die unterschiedlichen Interessen der Vereine einsetzte. Doch Paukstat war immer mehr als „nur“ stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Rugby-Verbandes.
Mit dem Wachstum des ovalen Sports in der Hansestadt wuchsen auch Ralphis Aufgaben: Mitglied der Platzkommission der Rugby-Arena Stadtpark, Ansprechpartner für Politik und Verwaltung, Event und Gameday Manager der Hamburg 7s im Sportpark Steinwiesenweg, Organisator von 15er-Länderspielen auf der ehemaligen Wolfgang-Meyer-Sportanlage, Bauherr des Verbandshauses, Mitbetreiber des Verbandshauses sind nur einige Funktionen und Aufgaben, die Paukstat in 19 Jahren bekleidete. Und dieser Tatendrang hielt bis an das Ende seiner Amtszeit an. Im Rahmen der Modernisierung der Sportinfrastruktur in der Rugby-Arena Stadtpark, die Paukstat beim Bau des dortigen Kunstrasenplatzes, der Installation der LED-Flutlichtanlage sowie der Sanierung des Umkleidehauses ebenfalls als Bauherr des HHRV verantwortete, legte er auch selbst Hand an und Schwang Pinsel und Hammer. Die aktuell provisorisch genutzte Anzeigentafel zimmerte Ralphi zudem persönlich zusammen.
Während seiner ehrenamtlichen Funktionärstätigkeit pflegte Ralph Paukstat weiterhin intensiven Kontakt zu seiner sportlichen Heimat – dem FC St. Pauli. Auch dort hinterließ er auf und neben dem Platz seine Spuren. Seit seinem zehnten Lebensjahr schlägt sein Herz braun-weiß. Nur logisch, dass er von seinem Verein mit dem Ehrenwappen für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Aber auch auf dem Platz verdiente sich Paukstat seine Meriten. Er schaffte es in die U19-Nationalmannschaft, bestritt mit der DRV-Auswahl mehrere Länderspiele und nahm an zwei Weltmeisterschaften teil. Als Kapitän führte er die Herrenmannschaft des FC St. Pauli 1988 zurück in die 1. Bundesliga. Ein Jahr später übernahm Ralph Paukstat als Trainer die Frauenmannschaft des und gewann mit dem Team 1995 die erste deutsche Meisterschaft. Zudem war er in den 1990er Jahren zwei Jahre Nationaltrainer der deutschen Frauenauswahl. Nach zehn Jahren gab Paukstat seine Trainerämter auf und widmete sich fortan als Funktionär den Geschicken des Rugbysports in Hamburg.
In dieser Funktion blieb Paukstat weiterhin Förderer der weiblichen Akteure im Rugbysport. Als HHRV-Vize ging er auf Alina Stolz zu und schlug sie als Nachfolgerin von Klaus Merkle als Vorsitzende des Hamburger Rugby-Verbandes vor. Folge: Der HHRV war ab 2016 der erste ovale Fachverband in Deutschland mit einer Frau an der Spitze. Somit wird Ralph Paukstat eine große Lücke im HHRV hinterlassen.
„Ralphi kenne ich aus Kinderzeiten beim FC St. Pauli seit 1978. Seit 2018 führe ich mit ihm gemeinsam den Hamburger Rugby-Verband sowie das Verbandshaus. Daher kann ich mir noch nicht vorstellen, wie es ohne Ralph weitergehen soll. Nicht nur sein Wissen - auch sein Engagement waren unvergleichbar. Ohne Ralph hätte es die Saarlandstraße wie wir sie heute kennen, nicht gegeben. Und auch keine Hamburg 7s in dem hochwertigen Umfang und von dieser herausragenden Qualität als EM-Turnier“, blickt der HHRV-Vorsitzende Nils Zurawski auf die vergangenen Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Paukstat zurück. „Wir werden jetzt andere Projekte im HHRV verfolgen, die Hamburg 7s weiterführen und weitere Maßnahmen mit Blick auf die modernisierte Infrastruktur in der Rugby-Arena Stadtpark anstoßen. Ich freue mich daher auf die Zusammenarbeit mit Ivo Beckman, der ja auch nicht vollkommen unbedarft zum Verband kommt“, skizziert Zurawski die Aufgaben in der ovalen Zukunft in der Stadt.
„Ralph zolle ich großen Respekt für seine grandiose Arbeit, die er für den Hamburger Rugbysport geleistet hat. Es sind riesige Fußstapfen, die er nun hinterlässt. Gemeinsam mit Nils werde ich Ralph Paukstats erfolgreiche Arbeit in dessen Sinne fortführen und dabei auch neue und eigene Akzente setzen, die sich aus einer neuen Aufteilung der Aufgaben innerhalb des HHRV ergeben. Daher freue ich mich auf meine anstehenden Aufgaben“, führt der neue stellvertretende HHRV-Vorsitzende Ivo Beckmann aus. Beckmann schaut dabei auf seine ebenfalls erfolgreiche Arbeit als Kassenwart des HHRV, als Vorsitzendes der Rugbysparte beim HSV sowie als HHRV-Koordinator des Schul-Rugby und des Rugby-Feriencamps zurück.
So ganz lässt Ralph Paukstst aber noch nicht vom HHRV los. Er bleibt dem Rugbysport in der Hansestadt noch bis zu den diesjährigen Hamburg 7s als Projektsteuer und Turnierverantwortlicher erhalten. Danach bleibt die Hoffnung, dass Ralphi dem Rugby in Hamburg als geschätzter Experte mit seiner Expertise und seinem Netzwerk über den ovalen Sport hinaus zumindest auf informellen Weg erhalten bleibt. Auf jeden Fall ist Ralphi nun auf Antrag des HHRV-Vorsitzenden Zurawski einstimmig zum Ehrenmitglied des Hamburger Rugby-Verbandes ernannt worden. Somit bleibt maximaler und aus tiefstem Herzen empfundener Dank für alles, was du für das Rugby in Hamburg geleistet hast, Ralphi! Wir sehen uns auf ein Astra in der Rugby-Arena Stadtpark, dass du dann nach dieser unfassbaren Zeit an Jahren in verantwortlichen Positionen endlich ganz entspannt genießen kannst!
Was geschah sonst noch auf der Jahreshauptversammlung des HHRV? Der Vorstand ist entlastet, die Finanzen sind sehr solide aufgestellt, weitere Maßnahmen zur Modernisierung der Sportinfrastruktur an der Saarlandstraße sind in die Wege geleitet. So hat der Vorstand einen Sponsoringvertrag zur Finanzierung einer Videoleinwand in der Rugby-Arean Stadtpark unterschrieben sowie einen Antrag zur temporären Aufstellung einer Tribüne beim Bezirksamt Hamburg-Nord gestellt. Nicht nur diese Maßnahmen beweisen, dass Hamburg sich zu einem attraktiven Rugby-Standort entwickelt hat. Denn Rugby Europe hat die Anfrage gestellt, eine Woche nach den Hamburg 7s auch die 7er-EM der U18 in der Hansestadt auszutragen. Ein Ansinnen, dass nun vom HHRV, Rugby Deutschland, der verantwortlichen Agentur Green4Sports und der Stadt Hamburg genauestens geprüft wird.
Neben den oben beschriebenen personellen Veränderungen im HHRV-Vorstand, gibt es weitere Personalien zu vermelden: Als Referent Sport- und Schiedsrichterwesen sowie Referentin Frauenrugby wurden die AmtsinhaberInnen Thomas Engler (vereinslos) und Anja Menschel (FC St. Pauli, kommissarisch) bestätigt. Zum Referenten Aus- und Fortbildung wurde Dietmar Scharmann (Hamburger Rugby-Club) gewählt. Erneut stehen Jessica Kampmann und Christian Haller (beide FC St. Pauli) als KassenprüferInnen zur Verfügung. Zur Beauftragten Förderung des Mädchen- und Frauenrugbys bestimmte der HHRV-Vorstand Lena Lundius (HRC).
HH 7s: Sei mittendrin statt nur dabei!
Rugby Deutschland sucht Volunteers
Die Vorbereitungen auf die vierten Hamburg 7s sind angelaufen. Dieses Jahr steigt die ovale Sommerparty vom 3. bis 5. Juli. Und ihr könnt dazu beitragen, dass auch die vierte Auflage dieses EM-Tuniers auf und neben dem Platz im Sportpark Steinwiesenweg wieder ein Erfolg wird. Denn Rugby Deutschland sucht erneut Volunteers für verschiedene Aufgaben rund um die Veranstaltung in der Hansestadt.
Der Spitzenverband sucht Unterstützung für folgende Aufgaben:
- Manschaftsbetreuung
- Manschaftsservice im Sportpark Steinwiesenweg (Tunnel-Crew, Aufwärm-Crew, Umkleidekabinenservice)
- Unterstützung Technische Zone (Rasenpflege, Assistent Technical Managament, Assistenz Technische Zone, SchiedsrichterInnenassistenz, Unterstützung Anti-Doping-Team)
- Unterstützung TV-Übertragung
- Unterstützung Ticketing. Merchandising & Zuschauendenbetreuung
- Transport Mannschaften und Offizielle
- Volunteer Center
Weitere Informationen und den Anmeldebogen findet ihr auf den Seiten von Rugby Deutschland. Der Hamburger Rugby-Verband freut sich auf die Zusammenarbeit mit euch!

"Lokale Unterstützung außergewöhnlich stark"
"Super Week": Joshua Ferreira im Interview
Der Hamburger Rugby-Verband ist vom 4. bis 8. März in der Rugby-Arena Stadtpark Gastgeber für die "Super Week" und den "Super Saturday" von World Rugby, Rugby Europe und Rugby Deutschland. Anmeldungen zur Teilnahme sind ab sofort über den eutschen Spizenverband online möglich. Daher hat sich der HHRV die Zeit genommen, sich mit Joshua Ferreira, seines Zeichens T&E Manager bei Rugby Deutschland, über die Inhalte und Ziele der "Super Week" sowie über den "Super Saturday" als Höhepunkt der gesamten Veranstaltung für Coaching, Strength and Conditioning, Player Welfare (Medical) sowie Match Officiating zu unterhalten.
Hamburger Rugby-Verband (HHRV): Du bist Training and Education Manager von Rugby Deutschland. Was sind in dieser Funktion deine Aufgaben im Spitzenverband und für den ovalen Sport hierzulande?
Joshua Ferreira: Ich bin bei Rugby Deutschland für die Entwicklung und Koordination der Education Programmes für Coaches, medizinisches Personal, Referees und Educators verantwortlich. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit World Rugby, Rugby Europe, den Landesverbänden sowie Rugby Deutschland, um bundesweit einheitlich hohe Standards sicherzustellen.
HHRV: World Rugby, Rugby Europe und Rugby Deutschland veranstalten die „Super Week“ in Hamburg. Erläutere bitte das Konzept hinter dem Kursangebot.
Ferreira: Die Grundidee ist es, mehrere World Rugby Education Courses an einem Ort und innerhalb einer Woche zu bündeln. Unser Ziel ist es, möglichst viele Bereiche der Rugby Education gleichzeitig weiterzuentwickeln – die Super Week bietet uns dafür den idealen Rahmen. Über dieses Konzept haben wir erstmals Anfang 2024 gesprochen, daher freue ich mich sehr, diese Maßnahme nun in Deutschland umsetzen und anbieten zu können.
Durch das Zusammenführen aller Rugby-Bereiche entsteht Raum zum Lernen, zum Austausch und zur Vernetzung, während wir gleichzeitig die internationalen Educators und Ressourcen von World Rugby und Rugby Europe effizient nutzen können.
HHRV: Für wen ist diese Maßnahme ausgeschrieben und was erwartet die Teilnehmenden am Wochen Höhepunkt, dem „Super Saturday“?
Ferreira: Das intensive Programm richtet sich in erster Linie an den Aufbau und die Weiterentwicklung unseres World Rugby Educator- und Trainer-Teams. Im Verlauf der Woche werden vier zentrale Bereiche abgedeckt: Coaching, Strength and Conditioning, Player Welfare (Medical) sowie Match Officiating. Der „Super Saturday“ bildet den Höhepunkt der Woche: Neue Educators leiten hier erstmals ihre Level 1 Courses – unterstützt durch das internationale Education Team.
Diese Level 1 Courses (L1 Coaching, L1 Strength and Conditioning (Jugend), L1 Match Official, und L1 FAIR (First Aid in Rugby)) sind offen für alle, die sich im Rugby engagieren möchten. Dass alle vier Kurse gleichzeitig an einem Standort stattfinden, macht den "Super Saturday" zu einer besonderen Gelegenheit, neue Menschen für unsere Rugby-Community zu gewinnen.
HHRV: Welche Erwartungen hast du an die „Super Week“ und den „Super Saturday“ in der Hansestadt für den Rugbysport in Deutschland?
Ferreira: Ich hoffe, dass die "Super Week" die Education-Strukturen stärkt und die Zusammenarbeit im deutschen Rugby weiter verbessert. Mein Ziel ist es, dass jede Region über die notwendigen Werkzeuge verfügt, um erfolgreich arbeiten zu können. Aus der Education-Sicht wünsche ich mir, dass Vereine und Verbände in Deutschland nach dieser Maßnahme in allen Bereichen gut aufgestellt sind und wir langfristig weitgehend selbstständig agieren können. Gleichzeitig bietet die "Super Week" die Chance, Menschen zu inspirieren und neue Impulse für die Arbeit in Vereinen und Regionen zu setzen.
HHRV: Was hat den Ausschlag für den Hamburger Rugby-Verband als Kooperationspartner sowie die Hansestadt als Veranstaltungsort für diese Veranstaltung gegeben?
Ferreira: Hamburg bietet hervorragende Rahmenbedingungen, nicht zuletzt durch die jüngsten Modernisierungen der Rugby-Arena Stadtpark, der Heimat des Hamburger Rugby-Verbandes. Die lokale Unterstützung war von Beginn an außergewöhnlich stark. Ich kann klar sagen, dass die "Super Week" ohne die große Unterstützung durch den HHRV-Vorsitzenden Nils Zurawski in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Darüber hinaus ist Hamburg eine internationale Stadt mit einer starken Tradition in der Ausrichtung hochklassiger Rugby-Veranstaltungen.
HHRV: Zum Abschluss ein kurzer Ausblick auf die nächste hochklassige internationale Rugbyveranstaltung in der Hansestadt: In welcher Funktion werden wir dich bei den Hamburg 7s am ersten Juliwochenende im Sportpark Steinwiesenweg wiedersehen?
Ferreira: Ich bin nach wie vor als Referee aktiv. In den vergangenen Jahren war ich Teil des Officiating Teams, und ich hoffe sehr, auch in diesem Jahr wieder in dieser Funktion dabei zu sein.
Foto: Rugby Deutschland

Auszeichnung für ovales Autismus-Projekt
Werner-Otto-Preis für HHRV-Partner
Ausgezeichnetes ovales Projekt. Die Alexander-Otto-Sportstiftung hat den Autismus Hamburg e.V. um Antje Horn-Engeln für sein Rugbyangebot für Kinder im Autismusspektrum in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Rugby-Verband mit dem diesjährigen renommierten Werner-Otto-Preis ausgezeichnet. Preisgeld: 15.000 Euro. Eine ganz wunderbare Anerkennung für die bisher geleistete tolle Arbeit mit und an dem ovalen Leder.
Geboren ist die Idee während der Premiere der Hamburg 7s als Torge-Christian Wittke im Sportpark Steinwiesenweg seinen Verein Herzschläger aus Hannover vorstellte. Die Initialzündung für das wenige Monate später im April 2024 gestarte und nun ausgezeichnete Projekt in Hamburg. Neben Spaß an Spiel, Sport und Bewegung, soll das Training die Teilnehmenden auch dabei unterstützen, sich selbstbewußt an neue Aufgaben heranzuwagen, um Grenzen zu überwinden. Ein klar strukturierter Trainingsablauf gibt den Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren dabei Sicherheit, Orientierung und Selbstvertrauen. Durch das Rugbytraining erfahren die Kinder eine Gruppenerfahrungen ohne Angst, Ausschluss und Mobbing. Zudem strärken die Jungen und Mädchen durch das ovale Spiel ihr Selbstvertrauen und finden so nach längerer Abstinenz wieder den Weg zurück in den Schulunterricht. Das Trainerteam um HHRV-Trainer Paul McGuigan begleitet die Kinder daher mit großer Sensibilität und Professionalität.
"Ich freue mich sehr über diesen Preis. Viele Menschen sind zusammen gekommen, um dieses Projekt zu verwirklichen", erläutert McGuigan. Der Autismus Hamburg e.V. um Antje Horn-Engeln und Carmen Gauf leiste für die betroffenen Familieneine enorm und sehr wichtige Arbeit. "Franzi Schweinfest und Nele Hübner unterstützen mich zudem beim Training mit den zwölf Kindern fabelhaft, sodass wir das Vertrauen, dass uns die Eltern und Kinder entgegenbrinen, zurückgeben und das Projekt mit leben erfüllen können." Ein großer Dank gebühre dabei auch Marcus Neumann vom THC Horn-Hamm, die für das Projekt eine geeignete Trainingsfläche zur Verfügung stellen. "Ich freue mich wahnsinnig über den Preis. Das ist der absolute Hammer für den Autismus Hamburg e.V. Dass wir dabei helfen konnten, dieses Projekt aus der Taufe zu heben, ist eine tolle Bestätigung unserer Arbeit und der Arbeit von Paul Mcguigan, der mit den Kindern seit zwei Jahren trainiert", fügt der HHRV-Vorsitzende Nils Zurawski an.
Mit dem Preisgeld soll nun eine zweite Trainingsgruppe gegründet werden. "Der Preis ist nicht nur eine tolle Anerkennung unserer Arbeit, sondern ermöglicht uns, das Rugby-Projekt fortzusetzen und womöglich das Angebot für jüngere Kinder zu erweitern", betont Carmen Gauf, stellvertretende Geschäftsführerin des Autismus Hamburg e.V. Denn Sport verbinde auch autistische Menschen.
Die Alexander-Otto-Sportdtiftung fördert dabei nicht zum ersten Mal ovale Projekte. So hat der HHRV ebenfalls für sein stets wachsendes Schulprojekt sowie der FC St. Pauli für die Förderung von Mädchen und Frauen als Spielerinnen und Trainerinnen bereits finanzielle Unterstützung erhalten. Daher geht maximaler Dank an die Alexander-Otto-Sportstiftung sowie an die Jury des Werner-Otto-Preises. So kann der Hamburger Rugbysport nicht nur sportlich auf dem Feld wachsen, sondern auch seinen sozialen Ansprüchen abseits des Feldes ganz im Sinne der Kernwerte dieses Sports immer intensiver bedienen. Dabei ist es großartig zu sehen, wie dieses breite ehrenamtliche Engagement honoriert wird.
JHV des HHRV ist terminiert
Einladung an Vereine versandt
Der Termin für die Jahreshauptversammlung 2026 des Hamburger Rugby-Verbandes ist terminiert: Am Montag, 23 Februar, stehen neben den obligatorischen Berichten und Wahlen weitere Themen wie die Hamburg 7s 2026, Schulrugby und die Landesverbandsauswahlen im Nachwuchsbereich auf der Tagesordnung. Die Einladungen sind an die Vereine verschickt. Los geht es um 19 Uhr im Verbandshaus in der Rugby-Arena Stadpark.

Neujahrsgrüße des HHRV
Habt einen tollen Start in das Jahr 2026
Die Weihnachtsfeiertage liegen hinter uns, die Zeit zwischen den Jahren neigt sich ihrem Ende entgegen. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Hamburger Rugby-Verband und den ihm angeschlossenen Vereinen. Gemeinsam haben wir im auslaufenden Jahr viel bewegt. Besonders in der Heimat des ovalen Sports in der Hansestadt - der Rugby-Arena Stadtpark. Der HHRV wünscht daher allen Migliedern, Unterstützenden und Fans einen guten Rutsch sowie einen gelungenen Start in das neue Jahr. Und auch in 2026 werden wir gemeinsam an einer erfolgreichen ovalen Zukunft arbeiten. Spannende Dinge liegen dabei vor uns - von weiteren Maßnahmen zu Modernisierung der ovalen Sportinfrastruktur, über die "Super Week" im März mit World Rugby bis hin zur vierten Auflage der Hamburg 7s (3. bis 5. Juli). Es bleibt also auch im kommenden Jahr spannend!
Foto: Mediaserver Hamburg/Jörg Modrow

HHRV sendet ovale Weihnachtsgrüße
Friedvolle Feiertage für Mitglieder, Fans und Unterstützende
Der vierte Advent kündigt es an - die Weihnachfeiertage stehen unmittelbar bevor. Zeit, ein wenig vom Tempo zu gehen und inne zu halten. Daher lassen es sich die Verantwortlichen des Hamburger Rugby-Verbandes nicht nehmen, allen Mitgliedern, Unterstützenden und Fans eine friedvolle und besinnliche Weihnachtszeit zu wünschen. Tauscht dabei das ovale Leder gegen leckere Festtagsessen und entspannte Feiertage im Kreise eurer Lieben. Seid gespannt auf eure Geschenke und erfreut euch an strahlenden Gesichtern. Das Wichtigste dabei: Bleibt alle gesund und genießt die Weihnachtszeit ausgiebig.
Foto: Mediaserver Hamburg/Ingo Boelter
Internationale "Super Week" in Hamburg
Ausbildungstage mit World Rugby
Eine Woche im Zeichen der Ausbildung steigt Anfang März in der Rugby-Arena Stadtpark. Dann richtet World Rugby an der Saarlandstraße die "Super Week" aus. Der Weltverband legt dabei den Fokus auf eine zentrale Weiterbildung von AusbilderInnen innerhab des Spitzenverbandes Rugby Deutschland. Koperationspartner der Veranstaltung, die im "Super Saturday" am 7. März 2026 gipfelt, ist der Hamburgr Rugby-Verband, der seine modernisierte ovale Sportanlage im Stadtpark seinen nationalen und internationlen Partnern für die verschidenen Ausbildungsmaßnahmen auf und neben dem Feld zur Verfügung stellt.
WRDer Weltverband reist mit einem Tross an TrainerInnen und AsubilderInnen in die Hansestadt an. Ziel ist es, Educators für alle Regoneen in Rugby Deutschland auszubilden. Die Bereiche umfassen dabei Training, Strength & Conditioning, SchiedsrichterInnenwesen sowie Erste Hilfe. Auf Anfrage des Training & Educatuon Managers von Rugby Deutschland, Joshua Ferreira, hat Thomas Engler, HHRV-Referent für Sport- und SchiedsrichterInnenwesen für den Hamburger Rugby-Verband umgehend die Bereitschaft erklärt, Gastgeber der Ausbildungswoche zu sein. In Gesprächen mit dem Bezirksamt Hamburg-Nord sowie Vertretern des Handballsports gelang es dem HHRV dabei in kürzester Zeit, neben der Rugby-Arena Stadtpark auch Sporthallen für einzelne Ausbildungseinheiten zu organisieren. Am "Super Saturday" legen die Teilnehmenden dann eine Prüfung im Rahmen des WR Level-1-Kurs ab, um dann das Gelernte von Hamburg aus verstetigt in die ovale Republik zu transferieren.
Anmeldungen für die "Super Week" sind ab sofort über Rugby Deutschland oder eure lokalen Education Officer möglich.

"Super Saturday"
im Stadtpark
Ausbildungstag von World Rugby
Bevor die Hamburg 7s 2026 vom 3. Juli bis 5. Juli europäisches Flair in der Hansestadt verbreiten, geht es in der Rugby-Arena Stadtpark bereits Anfang des Jahres international zu. Denn am 7. März 2026 laden World Rugby und Rugby Deutschland in Kooperation mit dem Hamburger Rugby-Verband gemeinsam zu einem "Super Saturday" an die Saarlandstraße ein. Der gesamte Sonnabend ist dabei als Ausbildungstag für TrainerInnen, SchiedsrichterInnen, AthletiktrainerInnen sowie ErsthelferInnen aus ganz Deutschland organisert und gestaltet.
TrainerInnen und AusbilderInnen aus der ganzen Welt bilden dann auf dem Kunstrasenplatz sowie im Verbandshaus im Stadtpark die entsprechende Fachleute aus den Vereinen sowie den Landesverbänden gleich in mehreren Bereichen weiter. Folgende Kurse auf L1-Niveau finden daher am "Super Saturday" statt:
- World Rugby Einführung ins Coaching – Level 1
- World Rugby Konditionstraining für Rugby (Jugend) – Level 1
- World Rugby Einführung ins Schiedsrichterwesen – Level 1
- World Rugby Erste Hilfe im Rugby (FAIR) - Level 1
- World Rugby Immediate Care in Rugby (ICIR) Level 2
Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Plätze sind begrenzt. Vorrang erhalten daher Teilnehmende, die sich frühzeitig mit ausgefüllten Formular anmelden und die verpflichtenden Online-Module vor der Veranstaltung abschließen. Die Teilnahmegebühr steht noch ncht fest, wird zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. Weitere Informationen erhaltet ihr zudem von euren lokalen Educaton Officers.













