Weißer Rauch über Kassel - ovales Führungs-Duo gewählt

Rugby Deutschland mit neuer Präsidiumsspitze

Auf Antrag mehrerer Landesverbände hat das Präsidium von Rugby Deutschland einen Außerordentlichen Deutschen Rugby-Tag (ADRT) für den 15. Februar einberufen. Austragungsort: Kassel - vor 125 Jahren Gründungsort des ovalen Spitzenverbandes. Die beiden wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung: Wahlen der nach Rücktritten zum Jahresende vakanten Positionen des Präsidenten sowie des Vizepräsidenten Finanzen.

Im Vorfeld des ADRT haben sich keine Kandidaten für diese Posten präsentiert. Umso größer war die Spannung, wer sich in Kassel zur Wahl stellen würde. Das Votum der Delegierten fiel dann auf eher noch unbekannte Personen. Michael Seidler vom Berliner Rugby Club bekleidet nun künftig das Amt des Präsidenten, Sven Maibaum vom Royal Rugby Football Club Schaumburg (Niedersachsen) fungiert als Vizepräsident Finanzen.

Bei der Abstimmung für das Amt des Präsidenten, die ohne Gegenkandidaten ablief, entfielen auf den Kandidaten 583 Ja- und 158 Nein-Stimmen bei 176 Enthaltungen. Das ergibt 64 Prozent Ja-Stimmen der anwesenden Delegierten. Der HHRV, vertreten durch den Vorsitzenden Nils Zurawski, enthielt sich dabei mit seiner Stimme bei dem Kandidaten aus der Hauptstadt. "Seidler ist ein Kandidat, der sich bewähren kann und das deutsche Rugby wieder zusammen führen und versöhnen möchte. Dies bleibt abzuwarten, ob ihm das gelingt. Der HHRV wird ihn dabei tatkräftig unterstützen, wenn dies gewünscht ist." erläutert Zurawski seine zurückhaltendes Votum.

Ein "Nein" gab es vom HHRV-Vorsitzenden hingegen bei der Wahl des neuen Vizepräsidenten Finanzen. Dabei sei dies nicht gegen die Person Sven Maibaum gerichtet, betont der der HHRV-Vorsitzende. Denn während des ADRT hat RD-Vorstandsmitglied Finanzen, Stefan Decker, "eine eindrückliche Auflistung der Vorwürfe, Anzeigen, Anschwärzungen und grenzüberschreitenden Anschuldigungen gegen sich und andere Mitglieder des Vorstandes gegeben, die das Wort niederträchtig verdienen", sagt Zurawski. So liegen von maßgeblichen Vereinsakteuren aus dem niedersächsischen Rugby in der Vergangenheit mehrere Anzeigen gegen Vertreter des Spitzenverbandes und Diffamierungen bei deren aktuellen und künftigen Arbeitgebern vor. "Daher besitzt der HHRV mittlerweile kein Vertrauen mehr gegenüber Vertretern aus dem Niedersächsischen Rugby-Verband, der sich von den geschilderte Methoden und Vorgehensweisen nicht distanziert hat“, erklärt Nils Zurawski.

Beide Kandidaten sind nun bis zum Deutschen Rugby-Tag (DRT) 2025 gewählt. Zunächst steht im März aber noch der DRT 2024 an. Der Hamburger Rugby-Verband wird daher, trotz seiner skeptischen und kritischen Meinung, alles daran setzten, konstruktiv, ziel- und lösungsorientiert mit Präsidium und Vorstand von Rugby Deutschland zum Wohl des ovalen Sports hierzulande zusammenzuarbeiten. In diesem Sinne: Rugg on und maximalen Erfolg allen Beteiligten!

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