DRV-Präsident tritt zum Jahresende zurück

Michael Schnellbach legt sein Amt nieder

Knalleffekt zum Jahresende! Nach Manuel Wilhelms Rücktritt als Vorstandsvorsitzender und seinem Ausscheiden als Sportdirektors legt auch DRV-Präsident Michael Schnellbach zum 31.12.2024 sein Amt nieder. Dies vekündet der Heidelberger in seinem jüngsten Schreiben an die Vereine und Landesverbände in Rugby Deutschland zum Jahreswechsel. Damit neigt sich beim olympischen Spitzenverband ein in personeller Hinsicht turbulentes Jahr seinem Ende entgegen. Damit endet Schnellbachs Amtszeit nach rekordverdächtigen kurzen neun Monaten.

Seinen Rücktritt begründet Schnellbach mit andauernden "seitenlangen Anfragen, Anschuldigungen, Schiedsklagen, Anträgen beim Vereinsregister gegen Beschlüsse des DRT seit 2018" von einzelnen Personen, einem Verein sowie einem Landesverband. Dazu kämen "Anzeigen bei Finanzbehörden, Staatanwaltschaften, Berufskammern gegen Organe des DRV". Daher bliebe keine Zeit, sich um "die sportliche und strukturelle Weiterentwicklung" des Verbandes zu kümmern. 

Zudem deutet der scheidende DRV-Präsident in dem Schreiben an, dass tiefe Verwerfungen innerhalb der handelnden Personen im DRV-Präsidium herrschen. Sein Vorwurf: Einzelne Personen sehen ihre Aufgabe lediglich in der Aufarbeitung der Vergangenheit, "anstatt mutige und zielführende Entscheidungen" für die Zukunft von Rugby Deutschland zu treffen. So fehle jegliches Vertrauen innerhalb des Präsidiumkollegiums. Das neue Jahr beginnt damit unruhig und Rugby Deutschland zeigt sich weiterhin als ovales Tollhaus - bestimmt von Partikularinteressen.

 

 

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