Olympia-Bewerbung: Der ovale Sport ist mittendrin

HHRV bringt sich in Beteiligungsformate ein

Hamburgs Bewerbung für olympische und paralympische Sommerspiele für 2036, 2040 oder 2044 nimmt Fahrt auf. Mittendrin: der Rugbysport in der Hansestadt. Den Auftakt zu verschiedenen Beteiligungsformaten mit Vereinen und Sportfachverbänden stieg nun im Haus des Sports beim Hamburger Sportbund. Neben VertreterInnen aus der hiesigen Sportlandschaft, des HSB, des Landessportamtes sowie ehemaligen Olympiateilnehmenden nahm auch der HHRV-Vorsitzenden Nils Zurawski an dem Austausch teil, um die Anliegen des ovalen Sports in der Hansestadt in die Diskussionen und Ideensammlungen einzubringen.

Dabei ist festzuhalten: Die Active City unternimmt große Anstrengungen, zunächst die Vereine und Verbände mitzunehmen. In weiteren Partizipationsformaten werden im Laufe des Jahres zudem die BürgerInnen der Stadt eingebunden. „Der aktuelle Austausch gestaltete sich nach meinem Geschmack noch ein wenig zu kleinteilig. Dies ist aber dem Umstand geschuldet, dass zu diesem Zeitpunkt noch unklar ist, ob die Hamburger Bewerbung erfolgreich sein wird“, merkt Nils Zurawski an. Dennoch sei das gewählte Beteiligungsformat gut geeignet, die Mehrheit an Vereinen und Fachverbänden in diesem Bewerbungsprozess mitzunehmen.

„Die Begeisterung im Sport für olympische und paralympische Sommerspiele in Hamburg ist breit vorhanden“, betont Zurawski. Dennoch gibt es auch kritische Stimmen und Nachfragen zu den Kosten, der Nachnutzung der geplanten Sportstätten sowie zu der Nachhaltigkeit der Spiele für den Sport in der Hansestadt. Und eine zentrale Frage des Abends lautete: Was passiert mit den tollen Ideen, wenn Hamburg nicht den Zuschlag zur Ausrichtung von olympischen und paralympischen erhält? Damit es gar nicht erst dazu kommt, unterstützt der HHRV die Anstrengungen der Stadt. Dabei unterstützt der ovale Fachverband die Hansestadt, wo es ihm möglich ist, und steht ihr als konstruktiv-kritischer und lösungsorientierter Partner im Bewerbungsprozess und darüber hinaus zur Verfügung.

Die Entscheidung, die Rugbywettbewerbe in Kiel auszutragen, sorgt hingegen für einen bitteren Beigeschmack. Laut Medienberichten fiel die Wahl auf die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt, da es in Hamburg angeblich an entsprechender Infrastruktur fehle. Für Nils Zurawski nur bedingt nachvollziehbare Aussagen: „Mit den Hamburg 7s haben wir mittlerweile bewiesen, dass wir Rugbywettbewerbe im olympischen Format in der Stadt erfolgreich organisieren und ausrichten können.“ Zudem investiere der HHRV mit Unterstützung der Stadt weiter in die Modernisierung der ovalen Sportinfrastruktur. Und auch das Argument der sich überschneidenden Wettbewerbe hält einer kritischen Überprüfung nicht stand. Paris hat bewiesen, dass die Wettbewerbe im Rugby und in der Leichtathletik in einem Stadion ausgetragen werden können. Die Lösung dort: Das ovale Turnier der Männer wurde bereits vor der offiziellen Eröffnung der dortigen Sommerspiele im Stade de France angepfiffen. „Daher würde sich Rugby im geplanten Olympiastadion durchführen lassen und sich optimal dort zentral präsentieren können“, führt Zurawski aus. Zumal eine große Rugby-Community in der Hansestadt beheimatet ist und die TV-Beteiligung hierzulande während der kürzlich in Englandausgetragenen 15er-WM der Frauen bewiesen habe, dass auch in Deutschland ein großes Interesse an dieser Sportart bestünde.

„Wir freuen uns auf jeden Fall auf die weitere Entwicklung im Bewerbungsprozess der Hansestadt auf die olympischen und paralympischen Spiele. Derweil arbeiten wir gemeinsam mit den im HHRV organisierten Vereinen für den Sport in Hamburg“, betont Nils Zurawski. Ganz unabhängig davon, ob die Olympia-Bewerbung der Active City am Ende erfolgreich sein wird.
 

Foto: MOKA-Studios/Active City

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