Referendum besiegelt Olympia-Aus für Hamburg

Arbeit für den HHRV und seine Vereine geht weiter

Olympiaveranstaltung in der Handelskammer Hamburg mit Bühne und Publikum

Das Aus für olympische und paralympische Spiele ist nun besiegelt. Die Mehrheit der am Referendum teilnehmenden Wahlberechtigten haben sich gegen eine weitere Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung der größten Sportveranstaltung der Welt an Alster und Elbe ausgesprochen. Der Abstimmungswettkampf ist damit nun abgeschlossen. Die Arbeit des Hamburger Rugby-Verbandes zur erfolgreichen Weiterentwicklung des ovalen Sports in der Hansestadt erleidet dadurch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Diese muss nun intensiviert und mit Weitblick geplant werden. Denn der „Olympia-Booster“ in Form von Fördermitteln wird möglicherweise in anderen deutschen Städten gezündet.

Rugby ist auch in Hamburg eher am Rande der dortigen Sportlandschaft beheimatet. Doch der HHRV arbeitet daran, dass er und die Vereine deutlicher wahrgenommen werden. Und das mit Erfolg wie die jüngste Modernisierung der Rugby-Arena Stadtpark zeigt. Dennoch gilt es, Stillstand zu vermeiden. Denn dieses würde auch in der Heimat des Hamburger Rugbysports Stillstand bedeuten. Und da die finanziellen Ressourcen durch die Absage von möglichen olympischen und paralympischen Spielen keine signifikante Erhöhung erfahren, gilt es, den Rugbysport in dieser Stadt weiterhin gut zu positionieren. Denn die weitere erfolgreiche Entwicklung auf und neben dem Platz ist auch an Geld gebunden. Nicht nur – aber zu einem äußerst signifikanten Anteil.

Zur Erinnerung: Die Maßnahmen an der Saarlandstraße haben über die vergangenen zehn Jahre mit dem Bau des Verbandshauses sowie der Modernisierung des Spielfeldes, der Flutlichtanlage sowie des Umkleidehauses rund 1,5 Millionen Euro verschlungen. Und bei diesen Einmalinvestitionen wird es nicht bleiben – der Betrieb und die Bewirtschaftung der Anlage im Stadtpark muss fortlaufend finanziell gesichert sein. Zudem sind weitere Maßnahmen geplant, die ovale Heimat weiter aufzuwerten und attraktiver für Sportler*innen und Fans zu gestalten. Nicht zu vergessen, die immer wiederkehrenden Instandhaltungsmaßnahmen von Gebäuden und Freianlagen sowie die finanzielle Unterstützung der Hamburg 7s, um mindestens eine schwarze Null zu schreiben. Dies alles bedarf auch der öffentlichen Förderung. Und da steht der HHRV in Konkurrenz zu anderen Fachverbänden und Sportarten.

Gut ausgearbeitete Konzepte und die gemeinsame Umsetzung erleichtern dabei den Austausch mit Bezirk und Sportpolitik. Dabei gilt es, Angebote zu erkennen und gewinnbringend zu beantragen. Die Zeichen, die aus der Politik der Hansestadt kommen, sind dabei positiv, trotz des gescheiterten Referendums, weiterhin in den Sport zu investieren. Aber eben auf gleichbleibendem Niveau – ohne weitere Fördermittel, die nun womöglich nach Berlin, München oder an Rhein-Ruhr fließen. Bedeutet für den Hamburger Rugbysport: Nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen, sondern die Arbeit noch stärker intensivieren.

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