Hamburg 7s 2026: ovales Fest mit Rekorden und Premieren

Deutsche Männerauswahl holt sich Turniersieg

Jubelende und hochspringende deutsche 7er-Nationalspieler nach Gewinn der Hamburg 7s und Pokalübergabe

Die Hamburg 7s 2026 stehen in den Büchern. Die vierte Auflage des EM-Turniers in der Hansestadt hat sich dabei als die bisher erfolgreichste Auflage auf und neben dem Platz entwickelt und feiert dabei Rekorde und Premieren. Nicht nur, dass sich die deutsche 7er-Auswahl der Männer zum ersten Mal den Turniersieg an der Waterkant erkämpfte - auch die deutschen Frauen holten sich mit Platz fünf an Elbe und Alster ihr bislang bestes Ergebnis in der europäischen Championship Series. Und diese sportlich übezeugenden Leistungen verfolgten an drei Tagen rund 7.250 Rugby-Fans auf den Tribünen sowie rund um das Spielfeld im Sportpark Steinwiesenweg.

Alleine 3.100 Zuschauende fanden sich am Finaltag in Eidelstedt an, um die beiden deutschen Teams anzufeuern. Sowohl diese als auch die über die drei Tage kumulierte Zuschauendenzahl stellen einen neuen Besuchendenrekord im Sportpark Steinwiesenweg auf. Gepaart mit dem Turniersieg des "Wolfpacks" bedeutet dies einen besonderen Tagb für Rugby in Hamburge, wie Sportstaatsrat Christop Holstein zu Beginn der Siegerehrung am Finaltag betonte. Der krönende Abschluss von drei Tagen ovealer Sommerparty in der Hansestadt. Ein Rugby-Fest, das sich alle Anwesenden auch nicht durch das Hamburger Schmuddelwetter am zweiten Turniertag vermiesen ließen. Denn auch auf meteorologische Widrigkeiten reagieren die Hamburg 7s. Feierte das Turnier als eine von drei Sportveranstaltungen doch dieses Jahr seine Premiere als Pilotprojekt der DOSB-Anpassungsmaßnahme "Klima wandelt Sport". Die Hamburg 7s dienen dabei als Referenzmodell für künftige Sportveranstaltungen, um erfolgreich Maßnahmen bei den sich auch in Deutschland verändernden klimatischen Bedingungen zu ergreifen.

Doch es gab auch wehmütige Momente während der drei Turniertage. So verabschiedete der HHRV-Vorsitzende Nils Zurawski das langjährige Vorstandsmitglied und Motor hinter den Hamburg 7s, Ralph Paukstat, offiziell in den Rugbyruhestand. Als Anerkennung wird nun künftig eine Plakate am Verbandshaus in der Rugby-Arena Stadtpark an "Ralphis" Verdienste rund um den ovalen Sport in der Hanestadt erinnern. Und auch Florian Hartmann, Geschäftsführer der Deutschen Rugby Marketing und damit verantwortlich für den wirtschaftlichen Erfolg der Hamburg 7s, wurde von Nils Zurawski verabschiedet. Ein Buddelschiff wird nun Hartmanns Büro in Saarbrücken beim Landessportverbandes Saarland zieren. Ein neuer Job, den er bereits zum 1. Juli angetreten und sich daher umgehend für die Hamburg 7s Urlaub genommen hat. Paukstat und Hartmann lieferten dabei nochmals eine grandiose Leistung hinter den Kulissen im Sportpark Steinwiesenweg ab und trugen wieder maßgeblich zum Erfolg der Hamburg 7s bei. Beide Personalien bedeuten für die Neuauflage des EM-Turniers in 2027 daher einschneidende Veränderungen in einem von dem ovalen Duo großartigen aufgestellten Turnierumfeld. Eine Veranstaltung, die auch immer stärker sportpolitisch an Bedeutung gewinnt. So veranstaltete der HHRV am zweiten Turniertag einen kleinen Empfang im Sportpark Steinwiesenweg und begrüßte neben der HSB-Präsidentin und weiteren Vorstandsmitgliedern des Hamburger Sportbundes sowie der Hamburger Sportgjugend auch Tina Winklmann, Sprecherin für Sportpolitik und Ehrenamt der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Rugby Europe-Präsident Janhein Pieterse sowie RD-Vize Andreas Krimpmann. 

Medial findet das EM-Tunrier zudem auch steigende Beachtung. Ob im TV, Radio, in Print und Online - die Berichterstattung steigt quantitaitv und qualitativ. Daher sind die Hamburg 7s ein perfektes Fenster, in dem der HHRV den Rugbysport als spektakuläres und spannendes Spiel  in der Hansestadt, in Deutschland und in Europa präsentiert. Maßgeblich Anteil zum Erfolg tragen dabei die beiden deutschen Nationalmannschaften auf dem Platz bei. Mit einer über drei Tage lang überzeugenden Leistung holte sich das "Wolfpack" durch einen 26:7-Finalsieg gegen Titelverteidiger und Olympiasieger Frankreich den langersehnten Turniersieg vor heimischen Publikum und brachte sich somit in die Pole Position im Kampf um den EM-Titel in der olympischen 7er-Variante. Und auch die Leistungskurve der "Girl Gang" zeigt steil nach oben.

Angefeuert durch das Publikum verpasste die Mannschaft durch eine denkbar knappe 5:7-Niederlage gegen Belgien zwar das Halbfinale, sicherte sich aber durch einen fulminanten 19:5-Erfolg gegen Irland den fünften Rang und damit ihr bisher bestes Ergebnis in der Championship Serries. Für beide Mannschaften wichtige Erfolge auf ihren Weg zu den avisierten Zielen olympische Sommerspiele 2028 in Los Angeles (Männer) und 2032 in Brisbane (Frauen). Ein Weg, der dann hoffentlich von weiteren erfolgreichen und rekordverdächtigen Hamburg 7s gesäumt wird.

Foto: Jan Perlich

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