Nachrichten aus Hamburgs ovaler Sportwelt

Aktuelles vom HHRV und seinen Vereinen

Verband 02.10.2025

Olympia-Bewerbung: Der ovale Sport ist mittendrin

HHRV bringt sich in Beteiligungsformate ein

Hamburgs Bewerbung für olympische und paralympische Sommerspiele für 2036, 2040 oder 2044 nimmt Fahrt auf. Mittendrin: der Rugbysport in der Hansestadt. Den Auftakt zu verschiedenen Beteiligungsformaten mit Vereinen und Sportfachverbänden stieg nun im Haus des Sports beim Hamburger Sportbund. Neben VertreterInnen aus der hiesigen Sportlandschaft, des HSB, des Landessportamtes sowie ehemaligen Olympiateilnehmenden nahm auch der HHRV-Vorsitzenden Nils Zurawski an dem Austausch teil, um die Anliegen des ovalen Sports in der Hansestadt in die Diskussionen und Ideensammlungen einzubringen.

Dabei ist festzuhalten: Die Active City unternimmt große Anstrengungen, zunächst die Vereine und Verbände mitzunehmen. In weiteren Partizipationsformaten werden im Laufe des Jahres zudem die BürgerInnen der Stadt eingebunden. „Der aktuelle Austausch gestaltete sich nach meinem Geschmack noch ein wenig zu kleinteilig. Dies ist aber dem Umstand geschuldet, dass zu diesem Zeitpunkt noch unklar ist, ob die Hamburger Bewerbung erfolgreich sein wird“, merkt Nils Zurawski an. Dennoch sei das gewählte Beteiligungsformat gut geeignet, die Mehrheit an Vereinen und Fachverbänden in diesem Bewerbungsprozess mitzunehmen.

„Die Begeisterung im Sport für olympische und paralympische Sommerspiele in Hamburg ist breit vorhanden“, betont Zurawski. Dennoch gibt es auch kritische Stimmen und Nachfragen zu den Kosten, der Nachnutzung der geplanten Sportstätten sowie zu der Nachhaltigkeit der Spiele für den Sport in der Hansestadt. Und eine zentrale Frage des Abends lautete: Was passiert mit den tollen Ideen, wenn Hamburg nicht den Zuschlag zur Ausrichtung von olympischen und paralympischen erhält? Damit es gar nicht erst dazu kommt, unterstützt der HHRV die Anstrengungen der Stadt. Dabei unterstützt der ovale Fachverband die Hansestadt, wo es ihm möglich ist, und steht ihr als konstruktiv-kritischer und lösungsorientierter Partner im Bewerbungsprozess und darüber hinaus zur Verfügung.

Die Entscheidung, die Rugbywettbewerbe in Kiel auszutragen, sorgt hingegen für einen bitteren Beigeschmack. Laut Medienberichten fiel die Wahl auf die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt, da es in Hamburg angeblich an entsprechender Infrastruktur fehle. Für Nils Zurawski nur bedingt nachvollziehbare Aussagen: „Mit den Hamburg 7s haben wir mittlerweile bewiesen, dass wir Rugbywettbewerbe im olympischen Format in der Stadt erfolgreich organisieren und ausrichten können.“ Zudem investiere der HHRV mit Unterstützung der Stadt weiter in die Modernisierung der ovalen Sportinfrastruktur. Und auch das Argument der sich überschneidenden Wettbewerbe hält einer kritischen Überprüfung nicht stand. Paris hat bewiesen, dass die Wettbewerbe im Rugby und in der Leichtathletik in einem Stadion ausgetragen werden können. Die Lösung dort: Das ovale Turnier der Männer wurde bereits vor der offiziellen Eröffnung der dortigen Sommerspiele im Stade de France angepfiffen. „Daher würde sich Rugby im geplanten Olympiastadion durchführen lassen und sich optimal dort zentral präsentieren können“, führt Zurawski aus. Zumal eine große Rugby-Community in der Hansestadt beheimatet ist und die TV-Beteiligung hierzulande während der kürzlich in Englandausgetragenen 15er-WM der Frauen bewiesen habe, dass auch in Deutschland ein großes Interesse an dieser Sportart bestünde.

„Wir freuen uns auf jeden Fall auf die weitere Entwicklung im Bewerbungsprozess der Hansestadt auf die olympischen und paralympischen Spiele. Derweil arbeiten wir gemeinsam mit den im HHRV organisierten Vereinen für den Sport in Hamburg“, betont Nils Zurawski. Ganz unabhängig davon, ob die Olympia-Bewerbung der Active City am Ende erfolgreich sein wird.
 

Foto: MOKA-Studios/Active City

HHRV-News

Verband 23.09.2025 17:32

RWC-Finaltag live im HHRV-Verbandshaus

Public Viewing in der Rugby-Arena Stadtpark

Der Finaltag des Women's Rugby World Cup 2025 steigt am Sonnabend, 27. September, live im Verbandshaus in der Rugby-Arena Stadtpark (Saarlandstraße 71). Denn dann lädt die Verbandshaus-Crew zum Public Viewing des "kleinen Finales" sowie des Endspiels ein.

Los geht es um 13.30 Uhr mit der Partie um Bronze zwischen den enthronten Titelverteidigerinnen Neuseeland und Frankreich ehe um 17 Uhr das Spiel um den WM-Titel zwischen den Gastgeberinnen aus England und den Geheimfavoritinnen Kanada angepfiffen wird. Wie immer ist der Eintritt im Verbandshaus frei und euch erwartet bei Snacks und gekühlten Getränken zu moderaten Preisen eine großartige Stimmung zum Höhepunkt des diesjährigen WM-Turniers aus dem Mutterland des ovalen Sports. Das legendäre Twickenham-Stadion in London ist zudem mit seinen rund 82.000 Plätzen als Schauplatz des Endspiels bereits seit Wochen ausverkauft.

HHRV-News

Verband 23.09.2025 13:29

Neuseeländische Rugbykultur an der Waterkant

Haka Rugby Global Elite Camp gastiert in Hamburg

"Ka mate, ka mate! Ka ora, ka ora!" - so schallt es vom 22. Oktober bis 24. Oktober in der Rugby-Arena Stadtpark. Denn dann gastiert dort auf Einladung des Hamburger Rugby-Clubs zum ersten Mal das international bekannte Haka Rugby Global Elite Camp in der Hansestadt. Ein einzigartiges Kinder- und Jugend-Rugby-Camp, das in den Herbstferien der Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern junge SportlerInne im Alter von sieben bis 16 Jahren anspricht.

Das Haka Rugby Camp, gegründet 2016, ist längst eine feste Größe in der internationalen Rugby-Szene und bietet Kinder und Jugendlichen die außergewöhnliche Gelegenheit, tief in die neuseeländische Rugbykultur einzutauchen. Neben professionellem Training erleben die teilnehmenden Kinder und Jugendliche die faszinierenden Māori-Traditionen und erhalten Einblicke in das Leben eines Profi-Rugbyspielers in Neuseeland. Denn unter der Leitung von Rugbyprofis wie Troy Nathan und Regan Sue erwartet die Teilnehmenden ein erstklassiges Trainingsprogramm. Das Trainerteam bringt umfassende Erfahrung mit und vermittelt nicht nur technische Fertigkeiten am und mit dem ovalen Leder, sondern auch Werte wie Teamgeist, Selbstvertrauen und Respekt – zentrale Elemente des Rugbysports.

Das Camp legt besonderen Wert darauf, den jungen SpielerInnen nicht nur sportliche Fähigkeiten zu vermitteln, sondern auch die soziale und kulturelle Bedeutung des Spiels. „Rugby ist mehr als ein Sport“, betont das Trainerteam. „Es geht um Gemeinschaft, Freundschaft und persönliche Entwicklung.“ Die Kinder und Jugendlichen knüpfen Freundschaften, die weit über das Spielfeld hinausgehen, und sammeln wertvolle Erfahrungen für ihr Leben.

Das Camp richtet sich an Mädchen und Jungen. Die Teilnahmegebühr beträgt 170 Euro und beinhaltet neben dem Training auch ein Mittagessen sowie ein exklusives Haka Rugby Global Training-Kit. Interessierte Familien können sich ab sofort online anmelden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen und Anmeldung gibt es online unter: Haka Rugby Global - Hamburg Camp, Germany. Weitere Fragen beantwortet Lena Lundius vom Hamburger Rugby-Clubper E-Mail unter lena.lundius@hrc-rubgy.de.

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